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Pläne für Solaranlagen an der A1
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Autor: Erhard Böhmer 04. Februar 2012 09:49 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Mark Brandenburg Montag, 06. Februar 2012 12:24 Uhr

Wallenhorster Landwirt will Acker umnutzen

Pläne für Solaranlagen an der A1

Wallenhorst. Landwirt Ludger Burmeister will noch mehr zum Energiewirt werden. Der Wallenhorster plant, auf zwei Flächen direkt an der Autobahn 1 Fotovoltaikanlagen auf einer Gesamtfläche von dreieinhalb Hektar zu installieren. Der Fachausschuss des Gemeinderates befürwortete mit den Stimmen von SPD, Grünen und Wählergemeinschaft (WWG) das Projekt. Die CDU fordert Bedenkzeit.

 
Scheitert der Plan, an der A1 in Wallenhorst Solaranlagen zu installieren? Grafik: Nabrotzky  Vergrößern

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Noch bewirtschaftet Burmeister die Flächen als Acker. Bekommt er von den Genehmigungsbehörden grünes Licht, will er im kommenden Jahr die Fotovoltaikanlagen installieren lassen. Das Projekt werde er wohl nicht allein umsetzen, sondern Partner ins Boot holen. Der Weg durch die Instanzen ist aber noch lang, das Votum des Ausschusses dient als positives Signal. Die Berichterstattung unserer Zeitung über ein vergleichbares Projekt an der A30 in Melle habe ihn auf die Idee gebracht, sagte Burmeister auf Neue-OZ-Anfrage. Auf seinem Hof habe er alle geeigneten Dachflächen bereits für Fotovoltaikanlagen ausgenutzt.

In den Blick genommen hat der Landwirt einen Acker nördlich der Straße Küsterskamp. Die Flächen seien ohnehin für Landwirtschaft nicht optimal, da sie zu nah an der Siedlung lägen. Als Zweites geht es um eine Fläche weiter nördlich, jenseits der Ruller Straße.

Ein wichtiger Punkt bei dem Thema ist ein Passus im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Demnach zahlt der Staat für Strom aus Fotovoltaikanlagen entlang einer Autobahn bis zu einem Abstand von maximal 110 Metern eine höhere Einspeisevergütung.

Die politischen Vertreter reagierten unterschiedlich. Anna Schwegmann sprach für die CDU-Fraktion von einer Überraschung, dass schon jetzt über das Projekt abgestimmt werden solle: Es seien ja auch andere Dinge auf den Flächen denkbar. „Wenn man wie in Lechtingen ein Altenheim direkt an der Autobahn bauen kann, dann wäre ja auch ein Baugebiet vorstellbar.“ Es gebe keinen Grund zur Eile, deshalb solle die Möglichkeit für Wohnbebauung am Küsterskamp geprüft werden, forderte die Christdemokratin.

Parteifreund Hans Stallkamp unterstützte und ergänzte: „Wir wollen nichts verhindern, sondern genau drüber nachdenken.“ Die CDU forderte entsprechend, das Thema zu vertagen.

Die Haltung der CDU-Fraktion überraschte wiederum Hans Stegemann (SPD). „Ich wundere mich schon, dass der Bereich Küsterskamp für Wohnbebauung in Betracht kommen soll.“ Auf der anderen Fläche komme Wohnbebauung definitiv nicht infrage. Und deshalb stehe die Mehrheitskooperation im Rat aus SPD, WWG und Grünen hinter den Plänen, sagte Stegemann. Bürgermeister Ulrich Belde versuchte, zu vermitteln: Das Thema werde ja auch noch kommende Woche im Ausschuss für nachhaltige Gemeindeentwicklung diskutiert. Dem folgte die Mehrheitsgruppe nicht und setzte die Abstimmung durch. Bei Enthaltung der CDU-Vertreter wurde der Antrag dann befürwortet.

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  Leserkommentare

 
Mark Brandenburg, Montag, Februar 6 um 12:24 Uhr und wer keine Ahnung hat sollte die Klappe halten (D. Nuhr) um die Autobahn geht es hier gar nicht - und günstig wohnen kann man in Wallenhorst auch nicht Soviel dazu. Im Zuge des Autobahnausbaus hat man den Anwohnern des Küsterskamp vor 2 Jahren eine Lärmschutzwand kredenzt. Soweit ganz gut. Nun steht diese 6m hohe Lärmschutzwand teilweise weniger als 10m von den Häusern entfernt. Da das Teil aus Beton ist kann man sich ja vorstellen, daß sich einige Anwohner in den legendären Berliner Entenschnabel der 80er Jahre vesetzt fühlen. Eine Alternative wäre eine gläserne Barriere gewesen, wie sie andernorts auch im Einsatz sind. Diese Teile wären wenigstens lichtdurchlässig.
Jetzt geht man dahin und will das letzte bisschen "Grün" auch noch vernichten, indem man diese Solarzellen aufstellt.
Man hätte wenigstens die beftroffenen Anlieger mit ins Boot holen können aber das wurde ja versäumt. Mit diesem Projekt wollen die Grünen ja schließlich im Gemeinderat glänzen .

 
Matthias M., Montag, Februar 6 um 10:44 Uhr Wer günstig wohnen will, muss damit rechnen, dass dort die Autobahn ist und das nicht erst seit gestern. Persönlich finde ich das gar nicht verkehrt. In der Nähe von Autobahnen will sowieso niemand wohnen und die Infrastruktur ist perfekt. Also, warum nicht?

 
Mark Brandenburg, Samstag, Februar 4 um 14:50 Uhr Küsterskamp Was will man den Anwohnern vom Küsterskamp eigentlich noch alles zumuten? Seit zwei Jahren starren diese Leute schon auf eine 6m hohen Betonmauer.
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