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Belmer Ausschuss diskutiert über neues Baugebiet
Belm. Der Belmer Bauausschuss hat einstimmig die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes für ein Baugebiet am Richtstättenweg empfohlen. Schon in der vergangenen Sitzung hatten die Mitglieder sich mit Geschosszahl und Dachform beschäftigt. Nun konnten sie sich auf Regelungen einigen.
Johannes Eversmann von der IWP Ingenieurplanung stellte in der Sitzung am Donnerstagabend die jüngsten Pläne für die sieben Grundstücke vor. Die Frage, der sich Politik und Verwaltung annahmen: Wie umfangreich sollen die Vorgaben für die Wohnbebauung sein? Die Befürchtung, die Berthold Uphoff (CDU) äußerte: Die Zweigeschossigkeit, die die Politik ablehne, könne durch zu viele Freiheiten „durch die Hintertür“ eingeführt werden. Auf der Gegenseite dürften zu viele Vorgaben nicht die Vermarktungschancen zunichtemachen, mahnte Fachbereichsleiter Thomas Meyring. Und Bürgermeister Bernhard Wellmann plädierte dafür, dass nicht von vornherein moderne Architektur ausgeschlossen werden solle.
Die Linie, auf die sich die Ausschussmitglieder schließlich einigten, sieht nun vor, dass zum einen Flachdächer und zum anderen Dachneigungen von voraussichtlich 35 bis 45 Grad möglich sind.
Berücksichtigt wird zudem die Hanglage durch zwei Baulinien, die die maximale Gebäudehöhe festlegen: Bei fünf Meter Abstand zur Straße darf die Traufhöhe nicht 3,50 Meter überschreiten (3,70 Meter bei einem Flachdach). Bei acht Metern und mehr Abstand zur Straße ist hingegen eine Traufhöhe von sechs Metern (6,70 Meter bei einem Flachdach) und damit eine zweigeschossige Bauweise möglich.
Der Ausschuss befasste sich zudem mit den Erschließungskosten, für die nach neuesten Berechnungen nur noch rund 155 000 Euro und damit etwa 200 000 Euro weniger, als zuvor veranschlagt wurden. Hier ist allerdings noch offen, inwieweit Kosten bei der Entwässerung auf die Käufer übertragen werden. Jochen Becker (SPD) plädierte dafür, hier bald zu einem Ergebnis zu kommen. Würde den Interessenten zu viel aufgebürdet, könnten diese schnell wieder abspringen, so seine Befürchtung.
Den möglichen Zeitplan bis zum Baubeginn skizzierte Meyring: Die Gemeinde wolle für die Refinanzierung bereits in diesem Jahr zwei der Grundstücke veräußern. Um dies einhalten zu können, müsse der Rat den Bebauungsplan Mitte des Jahres beschließen.
Ein weiteres Thema der Sitzung waren die Straßenschäden am Heideweg im Bereich der Johannes-Vincke-Schule. „Wir können die Uhr danach stellen, bis wir Frostschäden haben“, sagte Fachbereichsleiter Meyring. Grund für die starken Risse sei insbesondere das hohe Busverkehrsaufkommen (etwa 160 Fahrten täglich). Die Verwaltung plant nun mit Kosten von rund 95000 Euro.
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