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Jahreshauptversammlung des Hunteburger Heimatvereins
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Quelle: WS/Wittlager Kreisblatt 03. Februar 2012 15:10 Uhr

Aktiv für Kultur und Geschichte der Heimat

Jahreshauptversammlung des Hunteburger Heimatvereins

WS Hunteburg. Der Heimatverein Hunteburg traf sich im Saal des Gasthauses Trentmann zur Jahreshauptversammlung. Ein Thema war der 200. Geburtstag Ludwig Windthorsts.

 
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Ehrung von Ewald und Gerda Schafstall, Referent Franz Kahlert, Philipp Kahlert und Markus Helling. Der Vorstand des Hunterburger Heimatvereins. Fotos: Wili Schmutte

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Zweiter Vorsitzender Friedhelm Nordmann begann mit einem Jahresrückblick und berichtete von den Aktivitäten und Terminen aus dem vergangenen Jahr. Vier Wanderungen, zur Schelenburg, zum „steinernen Meer“, nach Bad Essen und Melle gab es.

Er erzählte vom Filmabend im Gemeindehaus der evangelischen Kirche, der Pflanzung von 13 Linden von den Freunden der Hunteburger Alleen. Nordmann erwähnte das Osterfeuer und die Teilnahme am Weihnachtsmarkt. Ein Höhepunkt war der sehr gut besuchte Abend im evangelischen Gemeindehaus mit der Unterzeichnung des Schenkungsvertrages bezüglich des Herbariums.

Naturverbundenheit bewies die Gruppe „Glücksritter“. Sie übernahm die Betreuung der Nistkästen. Der Familie de Vries dankte Nordmann für die Erstellung des mittlerweile 28. Kalenders und der Gemeinde und dem Ortsrat für die Unterstützung.

Peter Gausmann, der über Jahrzehnte den Heimatverein geführt hatte, berichtete, dass die Nutzung der Freizeitwiese an der Römerbrücke im vergangenen Jahr ruhig und friedlich verlaufen sei. „Die dafür angefallenen Spenden können somit in die Anlage investiert werden“, sagte er. Erfreut stellte Gausmann fest, dass mittlerweile zwei Fotos vom Tierarzt Horst und seinem Sohn aufgetaucht seien. Tierarzt Johann Hermann Horst (1777 bis 1863) hatte um 1830 ein Herbarium angelegt. Etwa 1500 Pflanzen, getrocknet, gepresst und auf einem Blatt Papier aufgeklebt, hatte der offenbar wissenschaftlich vielseitig interessierte Privatgelehrte damals in seiner engeren und weiteren Heimat gesammelt. Auf einem Dachboden eines alten Bauernhauses in Hunteburg machten Heimatforscher 2010 diesen sensationellen Fund. Geehrt wurden in dem Zusammenhang Gerda und Ewald Schafstall.

Als Wahlleiter fungierte zunächst Friedel Trentmann, der dem Vorstand sehr gute Arbeit bescheinigte. Wiedergewählt wurden: Markus Helling (Vorsitzender), Friedhelm Nordmann (2. Vorsitzender), Ulrich Taubert (Schriftführer) und Martina Birnbach (Kassenwartin). Ulla Michael und Christa Unger wurden einstimmig zu den Kassenprüferinnen gewählt. Beisitzer sind Carsten Frerichs, Anny Gäfe, Peter Gausmann, Daniel Güntner, Eckhard Stambusch, Herbert Unger, Rainer Storck, Dr. Reinhard Vötig und neu dazugekommen Petra Rebber. Sie hatte einen Jahresband über Hunteburg aus Berichten und Fotos des Wittlager Kreisblattes zusammengestellt.

Der Heimatverein pflegt aktiv die Geschichte seiner Region. Mitglieder seien angehalten, Geschichten und Erlebnisse über Hunteburg zu sammeln oder aufzuschreiben und dem Heimatverein zukommen zu lassen.

Ein Vortrag über Ludwig Windthorst stand bei dieser Versammlung auch auf dem Programm. Referent Franz Kahlert, Mitglied der Plangruppe „Starkes Dorf Ostercappeln“, stellte eingangs die Frage: „Was für ein Mann war Windthorst, muss man ihn kennen?“ Kahler weckte mit seinem Vortrag über Ludwig Windthorst das Interesse der Zuhörer. Windthorst wurde vor 200 Jahren (am 17. Januar) in Ostercappeln geboren.

Kahlert nannte ihn einen Unterstützer der Minderheiten, einen Mann, der einfach gelebt hatte und stets seine Verbundenheit zur Heimat bekundete. Er war geradlinig und nahm keine Geschenke an. Windthorst blieb sich treu und ließ sich nicht verbiegen. Er nannte ihn „ein Vorbild für die Jugend“.

Der Referent gab einen Abriss über die Zeit, in der Windthorst lebte und wirkte. Er erinnerte an den Kulturkampf und an seinen Gegenspieler Bismarck.

Franz Kahlert stellte fest, dass 1991 zum hundertsten Todestag des Politikers aus Ostercappeln eine Eine-D-Mark-Briefmarke mit dem Kopf von Ludwig Windthorst herausgebracht wurde und sich 32 Millionen Stück davon verkauften.

Erster Vorsitzender Markus Helling dankte dem Referenten im Namen des Heimatvereins für seine Ausführungen und überreichte ihm ein Buchpräsent.

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