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Rat Lorup will im Stallbau Außenbereich steuern
hjh Lorup. Die Arbeit an der Gestaltung von drei Bebauungsplänen (B-Plänen) Tierhaltung, die in Summe den gesamten Außenbereich der Gemeinde Lorup erfassen, hat begonnen. Bürgermeister Wilhelm Helmer (CDU) ist sich sicher, dass diese Verfahren „dem einen oder anderen noch Kopfschmerzen bereiten werden“.
Dennoch zeigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend fest entschlossen, diese Verfahren zügig durchzuziehen. Der Bebauungsplan Tierhaltung für die Ortslage ist nach Mitteilung des Bauausschussvorsitzenden Gerd Lüken (CDU) mittlerweile rechtskräftig. Er regelt per Baufenster, an welchen Stellen Landwirte weitere Entwicklungsmöglichkeiten haben und wo nicht. In dieser Weise solle auch für die nun zu überplanenden drei Areale rund um die Ortslage verfahren werden. Laut Lüken werden keine Vorgaben zur Bebauung selbst gemacht, sondern wiederum Baufenster für Landwirte ausgewiesen.
Der Arbeitskreis Ortsplanung hat sich laut Ausschussvorsitzendem Lüken in drei Gruppen aufgeteilt. Jede übernimmt einen der Bebauungspläne. Als Nächstes würden alle betroffenen Landwirte erfasst und anschließend mit ihnen in kleiner Runde über deren Bedarfe gesprochen. Dabei steht laut Lüken eine Vorgabe fest: Die Bedarfsplanung für die Baufenster soll die kommenden fünf Jahre berücksichtigen. „Wenn das später nicht reicht, dann muss dass über B-Plan-Änderungen geregelt werden.“
Der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Fremdenverkehr und Tourismus, Heiner Gerdes (UWG), berichtete indes, dass in seinem Ausschuss erneut über einen Antrag seiner Fraktion aus dem Jahr 2010 beraten worden ist. Dabei geht es um die Erstellung eines Ortskernkonzeptes. Im Mittelpunkt stünden beispielsweise der Erhalt und der Ausbau des Einzelhandels. Gerdes kündigte an, dass dieses nun „definitiv erstellt wird“. Die Verwaltung sei vom Ausschuss beauftragt worden, Kontakte zu Fachbüros herzustellen und die Kosten für ein Ortskernkonzept zu ermitteln.
Für Missmut sorgte im Gemeinderat indes die Mitteilung des Bürgermeisters, dass ein Anlauf zur Verkehrsberuhigung der Gemeindestraße Steenkenkamp gescheitert ist. Weder Tempo 50 noch die Versetzung des Ortsschildes seien vom Landkreis genehmigt worden. Hintergrund ist, dass auf dieser Verbindungsstraße zwischen der Harrenstätter Straße und der Werlter Straße aktuell 100 Stundenkilometer erlaubt sind. Gleichwohl grenzt Wohnbebauung an diese Straße, und durch die Ausweisung des Baugebietes „Das neue Land“ kommt weitere hinzu.
Fahrbahnteiler?
Ratsherr Gerd Taubken regte an, über die Anlage eines Fahrbahnteilers nachzudenken, um so den Verkehr zu verlangsamen. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Behnen stellte fest, dass der schnelle Verkehr auf dieser Straße ein „Problem“ ist. Hier etwas zu unternehmen „sind wir unseren Kindern schuldig“.
Mit Blick auf den Vorrat der Gemeinde an Bauplätzen trat Bürgermeister Helmer indes Gerüchten entgegen, wonach dieser nicht mehr vorhanden ist. „Das neue Land wird bald erschlossen, und die Hälfte der Plätze ist vergeben. Es gibt damit also noch weitere freie Bauplätze“, erklärte Helmer.
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