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CDU möchte Ruhe im Altenlingener Forst
pe Altenlingen. Gut drei Jahre ist es her, dass die Motorsägen im Altenlingener Forst kreisten. Rund neun Hektar Waldflächen wurden für Betriebsansiedlungen gerodet, die bis heute nicht erfolgt sind. Die Lingener CDU, die den Bebauungsplan zur Erweiterung desLogistikzentrums damals mit ihrer Stimmenmehrheit herbeigeführt hatte und dafür heftig kritisiert worden ist, will das Thema nun „befrieden“.
Ziel ist es, den Bebauungsplan Nr. 20 so zu ändern, dass ausschließlich die bereits abgeholzte Fläche von rund neun Hektar an der Ecke Waldstraße/Hohenpfortenweg gewerblich genutzt werden kann. Bislang umfasst der B-Plan eine insgesamt 33 Hektar große Fläche. Die noch bestehenden Waldgebiete kämen demzufolge aus dem B-Plan heraus und wären damit geschützt.
„So können wir einerseits den Wald erhalten und damit dem Wunsch in Altenlingen und Heukamps Tannen nach einer Art ,Schutzwald‘ zwischen Gewerbegebiet und Wohngebiet gerecht werden. Andererseits ist es möglich, dringend benötigte Gewerbeflächen zu vergeben“, erläuterte CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling am Donnerstag in einem Gespräch mit unserer Zeitung.
Im Augenblick sei die Vermarktung dort eher zurückhaltend, sah Hilling vor allem die Verwaltung in der Pflicht, Gewerbeansiedlungen auf der Fläche am Hohenpfortenweg offensiver zu bewerben.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Irene Vehring ergänzte, dass die CDU diesen Vorschlag auf Herausnahme der anderen Waldflächen aus dem B-Plan Nr. 20 bewusst jetzt mache und nicht vor der Kommunalwahl im September 2011 geäußert habe, um sich nicht dem Vorwurf der Stimmenfängerei auszusetzen. Martin Koopmann, ebenfalls Stellvertreter von Hilling, äußerte die Hoffnung, dass mit dieser Änderung des B-Plans die Stadtverwaltung „die Bremse lösen“ könne, was das Thema Gewerbeansiedlungen in Lingen anbelange. Wer ohne Scheuklappen denke, könne an diesem Kompromiss nicht vorbeigehen.
Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone hat den Vorschlag der Lingener CDU begrüßt. „Ich freue mich, dass mein Kompromissvorschlag, den ich vor genau einem Jahr vorgestellt habe, nach langen Diskussionen angenommen wird. Damit haben wir nun endlich eine einvernehmliche Lösung für den Altenlingener Forst gefunden“, sagte Krone am Donnerstag. Er wolle ausdrücklich betonen, dass sich dort lediglich Gewerbebetriebe und keine Industrie ansiedeln könnten.
„Wir werden vonseiten der Verwaltung einen Beschlussvorschlag zur Bebauungsplanänderung auf den Weg bringen“, erläuterte der Verwaltungschef in einer Stellungnahme. Dann könne die Entwicklung, Vorbereitung und Erschließung der abgeholzten Fläche erfolgen. „Die übrigen Schneisen werden hingegen wieder aufgeforstet“, so Krone weiter. „So können wir sicherstellen, dass die 24 Hektar große Waldfläche in Altenlingen zusammenhängend geschützt wird.“
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