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Kommentar: Ballast abgeworfen
Lingen. Nichts hat der Lingener CDU in den letzten drei Jahren politisch mehr geschadet als der Ratsbeschluss zur Erweiterung des Logistikzentrums in Altenlingen und die Abholzung von neun Hektar Wald am Hohenpfortenweg. Und solange der Bebauungsplan Nr. 20 fortbesteht, ist es zumindest theoretisch möglich, die gesamte 33 Hektar große Fläche kahl zu schlagen. Wenn die CDU nun genau dieses verhindern will, beendet sie damit einen von ihr selbst verursachten Unfrieden in der Stadt. Die Union wirft Ballast ab, der sie Stimmen gekostet und mit zum Verlust des Oberbürgermeisteramtes beigetragen hat.
Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst wird mit diesem Vorgehen leben können, auch wenn ihre Maximalforderung, die abgeholzte Fläche aufzuforsten und damit wieder in das bestehende Waldareal zu integrieren, unerfüllt bleibt. Die Stadt Lingen lebt aber nun mal nicht von ihrem hohen Erholungs- und Freizeitwert, sondern in erster Linie von dem, was ihre Betriebe erwirtschaften. Das politische Signal, alles auf „Grün“ zu stellen, wäre die falsche Botschaft, die von einem Wirtschaftsstandort in der Größe Lingens ausgehen sollte.
Ob es tatsächlich gelingt, die gerodeten Flächen für gewerbliche Zwecke zu nutzen, muss die Zeit erweisen. Hier ist in erster Linie die Stadtverwaltung gefordert, indem sie das Areal für potenzielle Interessierte offensiver anbietet, als dies bislang geschehen ist.
Empfang am Sonntag auf der Wilhelmshöhe: Lingen, das bist Du
pe Lingen. Die Stadt Lingen ist mehr als die Summe ihrer Wirtschaftskraft, ihres Einkaufsflairs, ihrer hübschen Straßen, Gebäude und... mehr
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07.04.2012
