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Erleichterung über die neue Trasse für E 233
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Quelle: Meppener Tagespost 03. Februar 2012 13:00 Uhr

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Ulf D. Montag, 06. Februar 2012 08:23 Uhr

Nordvariante zur alten B 402

Erleichterung über die neue Trasse für E 233

Haselünne. Eine völlig neue Nordtrasse für den vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 für den Abschnitt „Meppen-Haselünne“ hat der Landkreis Emsland aus dem Hut gezaubert.

 
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Rund 200 Zuhörer verfolgten die Ausführungen von Detlev Thieke zur E 233 im Jugendheim Schleper. Foto: Mammes

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200 Zuhörer verfolgten am Mittwoch die Ausführungen zur Trasse im voll besetzten Jugendheim Schleper. Mehrfach gab es Applaus. Gerade viele Mitglieder der Bürgerinitiative in Schleper sind nach eigenen Angaben mit dem neuen Vorschlag „sehr zufrieden“.

Wie Baudezernent Dirk Kopmeyer sagte, sind die Landkreise Emsland und Cloppenburg als Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde für den Ausbau der insgesamt 83 Kilometer langen vierspurigen Trasse von Meppen (A 31) bis Emstek (A 1) zuständig — geschätzte Kosten 341 Millionen Euro. Im Emsland ist die Strecke in drei Bauabschnitte eingeteilt: 1. Von der A 31 bis zur B 70 (11 Kilometer), 2. von Meppen (B 70) bis Haselünne (11,5 Kilometer) sowie von Haselünne bis Herzlake (14,655 Kilometer). Im Jugendheim Schleper ging es um den zweiten Bauabschnitt. Kopmeyer sagte, dass es im Vorfeld viele Gespräche mit einzelnen Bürgern aber auch der Bürgerinitiative gegeben habe. „Weitere Abstimmungen gerade mit Landwirten folgen“, versprach der Dezernent.

Dabei sei die jetzt favorisierte Variante nur ein Vorschlag. Detailfragen zu Brückenbauwerken oder Zufahrten müssten noch erfolgen. Fachbereichsleiter Detlev Thieke sagte, dass die neue Trasse die jetzige B 402 bereits in Höhe Dörgenerfeld kurz hinter der Stadtgrenze Meppen/Haselünne verlässt und dann zuerst südlich weitergeführt wird. Kurz hinter der Schleper-Kurve kreuzt sie erneut die B 402 und Eisenbahn und führt nördlich vom Gut Sautmannshausen weiter. Erst nach der Querung der L 54 (Berßener Straße bzw. Bödiker Straße) trifft die Europastraße wieder auf die bestehende Strecke. Die neue Variante stelle den geringsten Eingriff aller acht Trassen in die Natur dar; kein Gebäude müsste weichen. Auch würden die großen Straßenradien bei einem autobahnähnlichen Ausbau zu keinerlei Tempobeschränkungen führen. Zudem könnte die alte B 402 als Ausweichstrecke für örtliche Verkehre weitgehend bestehen bleiben.

Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer appellierte an die Solidarität der Menschen: „Mit dieser Trasse erfahren viele Bürger eine Entlastung. Es gibt aber auch neue Betroffenheiten.“ Für die Stadt sei es zudem wichtig, dass die Verkehre weiterhin nach Haselünne gelangen können. Landrat Reinhard Winter erläuterte erneut, dass bereits heute „in Konvois“ 5000 Lastwagen täglich unterwegs seien. Dabei werde ein Zuwachs von 80 Prozent vorhergesagt. „Diese großen Belastungen wollen wir mit dem Ausbau auffangen.“

Das Grünen-Kreistagsmitglied Norbert Knape votierte indes für ein „Transitverbot auf der E233“. Die ausländischen Lastwagen sollten über die A31 und A 30 bzw. A1 umgeleitet werden. Viele Detailfragen der Haselünner vom Lärmschutz über Schadensersatz bis zu Brückenbauten würden laut Landkreis im weiteren Verfahren im Detail abgeklopft.

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  Leserkommentare

 
Ulf D., Montag, Februar 6 um 08:23 Uhr Wo ist der Beleg für 80 % vorhergesagten Lkw-Zuwachs, Herr Winter? Auch der neue emsländische Landrat, Reinhard Winter, wiederholt gebetsmühlenartig die immer gleichen Argumente der Ausbau-Befürworter, der Lkw-Verkehr werde wachsen und wachsen und wachsen. So wird Angst vor der Zukunft geschürt und der Ausbau-Druck künstlich erhöht. Die Forderung der Grünen nach einem Durchfahrtverbot für Transit-Lkw ist absolut sinnvoll. Der Lkw-Verkehr auf Bundesstraßen nimmt nach allen offiziellen Studien und Prognosen (z.B. Maut-Bericht der Bundesregierung, jährliche Untersuchungen des DIW) eben nicht zu, sondern stagniert und sinkt mittel- bis langfristig.

Landrat Winter hat ebenso wie schon vorher Landrat Bröring keinen Beleg für seine Behauptung des immensen Lkw-Zuwachses.
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