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L78: Vördener Initiative stellt sich bei Nachbarn in Engter vor
be Engter/Neuenkirchen-Vörden. Auch wenn die Ortsdurchfahrten ganz unterschiedlich ausgebaut sind, eines haben die Anlieger an der Landesstraße 78 in Vörden und in Engter gemeinsam: Sie leiden unter der ständig steigenden Verkehrsbelastung und vor allem unter den vielen schweren Lastern, die durch die Dörfer donnern. Was Vördener und Engteraner gemeinsam tun können, um die Situation zu verbessern, soll am Donnerstag um 18 Uhr Thema auf der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte im Kirchspiel Engter sein.
Leere Laster, die über Unebenheiten oder durch Schlaglöcher rumpeln, machen einen Heidenlärm, voll beladene Lkw lassen bei der Ortsdurchfahrt „die Gläser im Schrank klirren“, sagt Dieter Stahl. Der Vördener gehört zu den Sprechern der Initiative, die in Vörden ein Tempolimit für die Landstraße, am liebsten aber gleich eine Umgehungsstraße fordert. Mehr als 100 Teilnehmer waren im November zu einer Informationsveranstaltung zum Thema gekommen. Ein gemeinsames Vorgehen mit Engter macht aus Stahls Sicht Sinn: „Wenn der Druck größer wird, hilft das sicher.“
In Engter dürfte das Interesse nicht geringer sein. Immer wieder sind im Ortsrat Klagen über die Belastung durch den Verkehr laut geworden. Anlieger der Ortsdurchfahrt beklagen Schäden an Gebäuden. Und im Alten Dorf, wo im Rahmen der Dorferneuerung die L78 als Teil des Dorfkerns aufgepflastert worden ist, bemängeln Engteraner immer wieder den hohen Geräuschpegel, den dieses Pflaster mit sich bringe.
Außerdem würden sich immer wieder Steine lösen. Von diesen Erfahrungen, die in Engter gemacht wurden, können wiederum die Vördener profitieren: Dort ist im Zuge der Dorferneuerung ebenfalls eine Sanierung der Landesstraße im Gespräch.
Mit großem Interesse sieht auch Dr. Jürgen Bruning der Sitzung entgegen. Als einer der Initiatoren der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Industriegebietes in Engter weist er darauf hin, dass die zusätzliche Verkehrsbelastung auf der L78 für viele ein entscheidendes Argument gewesen sei, die Ansiedlung weiterer Industriebetriebe abzulehnen.
Vörden und Engter teilen auch die Problematik, dass die Ortsdurchfahrten Teil der Bedarfsumleitung für die A1 sind. Da könnte auf Vördener wie Engteraner nach dem kompletten sechsstreifigen Ausbau der Autobahn ab 2013 noch einiges zukommen: „Diese bittere Realität gibt es wahrscheinlich für die Anlieger als Zugabe obendrauf“, sagt Stahl.
Die gemeinsame Sitzung der Ortsräte beginnt heute um 18 Uhr erstmals in der Waldorfschule an der Icker Landstraße.
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