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Fürstenau: Kulturfrühling gestrichen
pm Fürstenau. Weil die Besucher ausblieben, gibt der Heimatverein Fürstenau seine Veranstaltungsreihe „Kulturfrühling“ auf.
Dies teilte der Vorsitzende Jürgen Schwietert einer Pressemitteilung zufolge in der Jahresversammlung des Vereins mit. Diese Mitteilung zufolge blickte der Verein in dieser „auf ein Jahr überwiegend erfolgreicher Arbeit“ zurück. So sei es gelungen, unter der Regie von Wanderwart Winfried Knocks wieder eine Wandergruppe ins Leben zu rufen. Einziger Wermutstropfen sei der schlechte Besuch beim 7. Fürstenauer Kulturfrühling gewesen. Deshalb werde es diese Veranstaltungsreihe nicht mehr geben.
In seinem Jahresbericht ging Schwietert laut der Pressemitteilung auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen im letzten Jahr ein. Dabei widmete er sich auch dem Thema Kulturfrühling. Der überaus schlechte Besuch des Kabaretts Distel, die Distel ist eine der renommiertesten Kabarettbühnen Deutschlands, sowie des Konzertes der Cale Copf Companie hätten dazu geführt, dass der Heimatverein keinen Kulturfrühling mehr anbieten könne. „Das finanzielle Risiko ist zu hoch“, zitiert die Pressemitteilung den Vorsitzenden.
Die Schlosskonzertreihe hingegen werde weiterhin angeboten. Es sei gelungen, neue Abonnenten dafür zu gewinnen. In dieser Reihe hätten Klassikkonzerte stattgefunden und ein Konzert mit Panflöte und Klavier. Der Heimatverein habe sich am Maibaumsetzen am 30. April beteiligt und den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr für den musikalischen Part verpflichtet. Schwietert rief dazu auf, auch die Veranstaltungen des Kreisheimatbundes zu besuchen und den Messlage-Treff, Zusammenkunft der Heimatvereine aus Fürstenau, Schwagstorf, Hollenstede, Settrup, Schale und Freren .
Stolz informierte er über die Auszeichnung mit dem Klimaschutzpreis und über eine Zuwendung der Volksbank Osnabrücker Nordland. „Jetzt ist die Finanzierung des geplanten Mühlenweges gesichert“.
Die stellvertretende Vorsitzende Doris Seide ging auf die monatliche Veranstaltung „Kür moal wer platt“ ein. Jeden dritten Mittwoch im Monat treffen sich Freunde der plattdeutschen Sprache auf dem Anterhof, um bei Kaffee und Kuchen ihre heimische Mundart zu pflegen. Der Plattdeutschkreis unternimmt aber auch Ausflüge. So ging es im letzten Jahr zum Stadtmuseum in Quakenbrück.
Über die Wanderungen berichtet Winfried Knocks. Im vergangenen Jahr legten die Wanderfreunde in zehn Etappen 120 Kilometer auf dem Wanderweg „Bersenbrücker-Land-Weg“ zurück. In diesem Jahr sind erneut zehn Etappen geplant.
Knocks stellte die Pläne für den Mühlenweg vor. „Wir wollen die ehemaligen Mühlen der Stadt Fürstenau und Umgebung mit einem Wanderweg verbinden und dabei die Standorte für die Nachwelt überliefern“, erklärte der Wanderwart. Neben der Ausschilderung des Weges sind Informationstafeln und ein Faltblatt geplant.
Laut Kassierer Konrad Posselt ist das Vermögen des Vereins aufgrund des Kulturfrühlings rückläufig. Nach der Aussprache zu den Berichten dankte Achim Blome dem Vorstand für seine engagierte Arbeit. Winfried Knocks, bisher kommissarischer Wanderwart, wählte die Versammlung in dieses Amt.
Schwerpunkte 2012 sollen die Einrichtung des Mühlenweges sowie Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung sein.
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