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Tipps aus der Gartenakademie für Bramscher Landfrauen
Engter. Ein unbedeckter Gartenboden ist wie nackte Haut ungeschützt. Bodenlebewesen, die einen gesunden Boden ausmachen, können sich dort nicht entwickeln. In der Folge können sich auch die Pflanzen nicht richtig entwickeln. Wie Gartengestaltung gelingt, darüber referierte Mechthild Ahlers von der Niedersächsischen Gartenakademie auf der Generalversammlung der Bramscher Landfrauen in der Gaststätte Rothert.
Anhand zahlreicher Bilder zeigte die Fachfrau ihren Zuhörern zunächst, was hierzulande viele Menschen unter Gartengestaltung verstehen: exakt geschnittene Rasenflächen und aufgeräumte Beete, in denen im unbedeckten Boden vereinzelt Strauchpflanzen stehen. Dem Auge des Betrachters präsentieren sich solche Gärten allerdings als unattraktiv und langweilig. Gute Wachstumsbedingungen für die Pflanzen herrschten dort in der Regel auch nicht.
Zunächst solle man sich von der Vorstellung verabschieden, dass ein Garten zu jeder Jahreszeit gut aussehen müsse, riet Mechthild Ahlers. Man müsse ertragen lernen, dass Blumenbeete, die im Sommer üppig blühen, im Herbst in sich zusammenfallen.
Der Herbst sei die wichtigste Zeit für den Garten, weil sich die Pflanzen auf die Winterruhe vorbereiten, erklärte die Referentin. Blätter, die von den Bäumen auf den Rasen fallen, sollten ins Beet geharkt werden, damit sie dort eine schützende Decke bildeten. Die halte die Feuchtigkeit im Boden und biete Bodenorganismen gute Entwicklungsmöglichkeiten. Damit werde im Garten der Kreislauf der Natur wieder zugelassen, ein wichtiger Schritt zu gesundem und schönem Pflanzenbewuchs.
Mangelnde Vorstellungskraft und zu wenig Gartenkenntnisse seien das größte Handicap bei der Gartengestaltung, so Mechthild Ahlers. Ein Garten müsse aber, wenn er nicht mehr attraktiv erscheine, nicht notwendigerweise komplett neu angelegt werden. Eine Lösung sei, als Blickfang ein neues Beet zu gestalten, in dem Sommerblüher den Blick auf sich lenken.
Hecken seien ebenfalls gute Elemente zur Gartengestaltung, betonte die Referentin. Als Sichtschutz und Raumteiler können sie Ruhe in einen Garten bringen, der durch viele kleine Strukturen „kribbelig“ wirke.
Auch Wege, durch die Beete hindurch angelegt, seien gute Elemente, um einen Garten optisch attraktiv zu gestalten. Mit vielen Bildern belegte sie, dass ein Garten mit einfachen Mitteln schön zu gestalten ist.
Bei der Bepflanzung sollten möglichst robuste und zum Standort passende Pflanzen gewählt werden. Bei Sträuchern und Bäumen müsse auf ausreichend große Pflanzabstände geachtet werden.
Ein Tipp der Expertin lautete, sich in der Gartengestaltung nicht zu verzetteln. Wer zu detailverliebt sei, verliere schnell den Überblick und sammele Pflanzen, anstatt sie attraktiv zu ordnen. „In der Beschränkung zeigt sich der Meister“, so Mechthild Ahlers. Im Idealfall sei ein Garten so angelegt, dass der Boden ganzjährig bedeckt ist und die Beete fast sich selbst überlassen werden können.
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