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Frauen hatten beim Kettenkamper Karneval ein Wörtchen mitzureden
Kettenkamp. Zu zwei Galasitzungen, die jeweils pünktlich um 19.33 Uhr von Sitzungspräsident Thomas Küthe eröffnet wurden, hatte der Kettenkamper Karnevalsverein am vergangenen Wochenende in den Saal „Klaus“ eingeladen. Am Samstagabend thronte der Elferrat über einem vollen Saal, am Freitagabend hatten die Gäste mehr Platz zum Schunkeln und Tanzen.
Auch eine Galasitzung ist eine Sitzung, befand der Elferrat und ließ von seinem Mitglied „Buffy“ das Protokoll des zurückliegenden Narrenjahres verlesen, das minutiös die lokale und die große Politik aus der Sicht der Schelmen in Erinnerung brachte.
Worte fielen im Verlauf der Sitzung viele, ob aus der Bütt heraus, ob von der Bühne – doch noch mehr wurd geschwungen das grazile Tanzbein. Den Auftakt machten die „Tanzhühner“, die im Schwarzlicht vollblütiges mexikanisches Federvieh in Wallung brachte.
Auch Bürgermeister Reinhard Wilke erwies sich des Wortes mächtig und machte selbst in der Bütt eine gute Figur. Nach etlichen treffsicheren Pointen und wirkungsvollen Gags trat er auch als „Saalordner“ in Erscheinung, als er eine die Galasitzung störende „Biene“ kurzerhand aus dem Saal entfernte. Beide versöhnten sich allerdings schnell und tauschten sogar freundschaftlich einige Kleidungsstücke. Nach einer flotten Tanznummer der „Baby Belles“ ging’s dann in die erste Pause.
Eine Überraschungseinlage hatten vier Frauen des Elferrates einstudiert Beatrix Ansmann, Silvia Küthe, Anita Lennartz und Petra Hollermann versprachen ihren Gatten frei nach „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ sogar „Eine Frau, die mich nach Hause trägt“. Doch ihr Ton wurde rauer, als sie nach „Das bisschen Haushalt, sagt mein Mann“ der Auffassung waren „Männer sind Schweine“.
In einen völligen Tanzrausch geriet das Publikum dann, als die 24-köpfige „Mega-Tanzgruppe“ das Parkett füllte. Die Mädchen und Damen der „Tanzmäuse“, der „Baby Belles“ und der „Rich Sweet Girls“ begeisterten die Gäste mit einem schwungvollen Medley bekannter Schlager und Seemannslieder wie „Blow Boys blow“.
Das Neueste aus dem Dorf berichteten Frank Loxterkamp als „Loxter Onkel Schmökel“ und das Duo „August“ Markus Ameling und Tanja von der Haar, die als Kettenkamper Supermarktfilialleiter und Zeitungsausträgerin auch Plattes auf Platt zu erzählen wussten.
In die Endrunde der Galasitzung führten die fünf Betreuer des „Zeltlagers“, die sich das (T)Raumschiff Surprise vorgenommen hatten. „Moppel“ Rolf Lukaschewski und Sebastian Pappenjohann reisten danach als polnische Gäste nach Kettenkamp und trugen ihre Sicht des dortigen Lebens vor.
Mit einem bunten Schlagermedley der „Wilddeckenden Herzbuben“ klang die gelungene Galasitzung zu vorgerückter Stunde aus. Thomas Küthe, Jörg Kottmann, Marco Ricker und Stephan Lennartz ließen dabei zur Freude des Publikums Schlagerträume Wirklichkeit werden.
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