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Buer: Kopfsteinplaster macht Fußgängern mit Rollatoren zu schaffen
Buer. Die Bueraner sind stolz auf ihre Kirchhofsburg. Denn die Anlage mit ihren zahlreichen historischen Bauten gilt als eine der schönsten dieser Art in ganz Niedersachsen. Und dennoch: Für Senioren, die auf einen Rollator angewiesen sind, birgt insbesondere der Kirchplatz allerlei Tücken.
Der Grund: Kopfsteinpflaster unterschiedlichster Art erschwert den teilweise bereits sehr betagten Erdenbürgern Spaziergänge durch den malerischen Ortskern sowie den Besuch von Apotheke, Kirche, Bürgerbüro, Eisdiele, Heimathaus und Pfarrbüro. „Ich bin im besten Rolli-Alter“, scherzte die 82 Jahre alte Marie-Luise Kuhlmann, die seit einiger Zeit in einer der Seniorenwohnungen auf dem Gellertskamp lebt. Bei der Anschaffung des Gehwagens hatte die Seniorin eigenen Angaben zufolge bewusst auf ein Luxus-Modell gesetzt. „Doch auch mit einem solchen Modell hat man auf dem Kopfsteinpflaster – insbesondere in den Übergangsbereichen von Gossen, Fahrbahn und Seitenräumen, erhebliche Probleme“, berichtete die Seniorin. Mit dieser Einschätzung steht die 82-Jährige nicht allein. „Die Situation ist sehr schwierig – insbesondere auch bei Nässe“, erläuterte Irmtraud Jäger (88), die im Seniorenzentrum Fritz-Kamping-Haus wohnt und in regelmäßigen Abständen die am Kirchplatz gelegene Apotheke aufsucht. Als „ganz schlimm“ bezeichnete die Ruheständlerin die Situation bei Glätte: „Dann geht mit meinem Rollator so gut wie gar nichts mehr, dann ist die Sache lebensgefährlich...“
Neben dem Kopfsteinpflaster, so sagte Irmtraud Jäger weiter, bereiteten aber auch Gullydeckel den Nutzern von Rollatoren große Probleme. Auch Rollstuhlfahrern wie dem Seniorenheimbewohner Manfred Fack bereiten die Steine auf dem Kirchplatz Probleme. „Es ist insbesondere in Bereichen mit Gefälle schwierig, den Rollstuhl auf Linie zu halten“, wusste Ellen Maune zu berichten, die den 71-Jährigen als ehrenamtliche Betreuerin ausfährt.
Inzwischen hat sich Ursula Lücking zur Sprecherin dieser Senioren gemacht und den Ortsrat eingeschaltet. Sie wies in einem Schreiben an das Kommunalparlament unter anderem darauf hin, dass allein rund 90 Prozent der Bewohner der Seniorenwohnungen auf dem Gellertskamp einen Rollator nutzen. Der Ortsrat befasst sich am Mittwoch um 18.30 Uhr während seiner Sitzung in Wobkers Hofcafé, Markendorf, auch mit diesem Thema.
Am Beispiel der thüringischen Gemeinde Herbsleben, wo noch bis vor wenigen Wochen ähnliche Probleme wie in Buer herrschten, wies Ursula Lücking darauf hin, dass das Auftragen von Rollatoren-Spuren denkbar sei, um das Problem zu lösen. Ihr Wunsch: „Es wäre schön, wenn sich der Ortsrat über ein solches Projekt Gedanken machen könnte.“
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