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Der Naturschutz im Emsland im Überblick
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Quelle: Lingener Tagespost 30. Januar 2012 17:21 Uhr

Umwelt- und Naturausschuss tagte in Listrup

Der Naturschutz im Emsland im Überblick

Listrup. Bundesweit zu den besonders bedrohten Vogelarten zählen der Goldregenpfeifer, die Uferschnepfe und der Wachtelkönig. Über den aktuellen Stand entsprechender Artenschutzprojekte für den Bereich des Landkreises Emsland informierten Kreisbaurat Dirk Kopmeyer und Fachbereichsleiter Ludger Pott die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Natur.

 
Zu den bedrohten Tierarten in Niedersachsen zählt der Goldregenpfeifer. Foto: Wagner dpa/lni  Vergrößern

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Vielseitig waren die Themen, mit denen sich die Mitglieder des Ausschusses in der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode im Gasthaus Oldeweme in Emsbüren-Listrup beschäftigten. Schlaglichtartig stellten Kopmeyer und Pott zum Beispiel Aspekte wie Naturschutzstiftung, Artenschutzprojekte, Klimaschutzwald, CO2-Senke Moor, die Natura-2000-Gebiete, die Wasserrahmenrichtlinie, den Grundwasserschutz, die Wasserqualität und den Bodenschutz vor. Deutlich wurde die Bedeutung der einzelnen Bereiche, mit denen sich der Ausschuss für Umwelt und Natur in den nächsten Jahren immer wieder zu beschäftigen habe.

Die Naturschutzstiftung sei derzeit Projektträger für das „Erhaltungsprogramm für den südlichen Goldregenpfeifer“. Festgestellt worden sei, dass Verluste nicht auf die Landwirtschaft zurückzuführen seien. Unerlässlich sei die Prädatorenbekämpfung (Fuchs und Rabenkrähe), die allerdings sehr zeitaufwendig sei, hieß es.

Weiterhin unterstützt die Naturschutzstiftung das Life+Natur-Projekt „Uferschnepfe und Wachtelkönig“ des Landes Niedersachsen. Aus diesem Programm werden ausschließlich Maßnahmen im EU-Vogelschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet „Marka-, Mittelradde- und Südradde-Niederung“ durchgeführt.

Klimaschutzwald

Begrüßt wurden die durchgeführten Maßnahmen zum Klimaschutz im Landkreis. Zum Auftakt der Ausschusssitzung war auf einer Fläche von rund drei Hektar in Listrup der erste emsländische Klimaschutzwald begründet worden (wir berichteten).

Informiert wurden die Ausschussmitglieder ferner über den Stand der Ausweisung des Schutzgebietes „Tinner Dose – Sprakeler Heide“. Schutzzweck für das Naturschutzgebiet sei unter anderem der Erhalt und die Entwicklung eines naturnahen Hochmoores, großflächiger Sandheiden und Sandtrockenrasen, erläuterte Pott.

Am Anfang eines umfangreichen Verfahrens stehe man bei der Ausweisung von Teilen des EU-Vogelschutzgebietes „Emstal von Lathen bis Papenburg“ als Landschaftsschutzgebiet, betonte Koopmeyer. „Wir sind stolz auf das bisher Erreichte“, betonte der Kreisbaurat und erwähnte ausdrücklich die zielorientierte Zusammenarbeit mit den örtlichen Jägern.

Begründet wurde die Neufestsetzung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Tunxdorf-Nenndorf-Rhede/Brook“.

Zur Kenntnis nahmen die Ausschussmitglieder abschließend die umfangreichen Ausführungen der Kreisverwaltung zu Anträgen der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Grundwasserbelastung durch Nitrate, zu Stallbauten und zum Thema „Fracking in Lünne“.

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