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Hund in Hagen vergiftet
Hagen. „Meinen Liebling kann mir keiner wieder zurückbringen, aber ich will alles tun, damit so etwas hoffentlich nicht noch einmal passiert. Solche Leute wissen nicht, was sie tun“, erläutert eine Hagenerin, warum sie die Öffentlichkeit sucht, nachdem ihr zweijähriger Belgischer Schäferhund durch Carbofuran vergiftet wurde. Vermutlich ist der Vierbeiner beim Gassigehen mit dem tödlichen Gift, das bis 2007 in Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz kam und auch für Kleinkinder gefährlich werden kann, in Berührung gekommen.
Die Hundebesitzerin hat inzwischen Strafanzeige bei der Ermittlungsgruppe Umwelt der Osnabrücker Polizei gestellt, die aber auch von Amts wegen Ermittlungen eingeleitet hätte. Denn es handelt sich um eine verbotene Chemikalie.
Der Vierbeiner hatte plötzlich morgens leblos im Körbchen gelegen. Das Frauchen: „Am Abend vorher war er noch ganz verspielt wie immer gewesen. Da war gar nichts zu merken. Der Tod muss im Schlaf gekommen sein. Die Körperhaltung war völlig relaxt, die Augen geschlossen – keinerlei Verkrampfung.“
Aufgrund des rätselhaften Todes ließ die Besitzerin eine Obduktion durch die Tierärztliche Hochschule Hannover vornehmen. Diese ergab zunächst keine Hinweise auf eine Todesursache. Die Hagenerin: „Es gab zunächst überhaupt keine Erklärung, was Auslöser gewesen sein könnte.“ Erst der pathologische Befund der tierärztlichen Hochschule Hannover lieferte nach einem toxikologischen Screening die Erklärung: Vergiftung durch Carbofuran. Dabei handelt es sich um ein starkes Nervengift in Granulatform, das speziell im gewerblichen Pflanzenanbau, zum Beispiel auf Maisfeldern, als Insektizid eingesetzt wurde – bis zum Verbot 2008. Es gibt auch Hinweise, dass dieses Mittel bei illegal aufgestellten Fallen zum Fang von Greifvögeln wie Habicht oder Bussard zum Einsatz gekommen ist. Bei der „Umweltpolizei“ ist auch ein Carbofuran-Fall aktenkundig. Vor rund zwei Jahren wurden im Bereich Tecklenburg mehrere Vögel vergiftet aufgefunden.
Die Besitzerin schließt eine Absicht aus: „Dafür gibt es überhaupt keinen Anhaltspunkt. Ich gehe davon aus, dass der Hund an dem Wochenende beim Gassigehen mit dem Stoff in Berührung gekommen ist und einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war.“ Laut Tiermedizinern tritt der Tod innerhalb von maximal 50 bis 55 Stunden ein.
Carbofuran ist ein Kontaktgift, das sich sowohl auf Feldern als auch in Gewässern längere Zeit hält und auch insbesondere für Kinder hochgradig gefährlich ist. Seit 2008 ist die Verwendung von Carbofuran europaweit verboten, der Stoff aber noch über das Internet zu beziehen. Der Kontakt, der später zum Tod führte, muss sich im Umkreis von rund zwei Kilometern im Bereich Iburger Straße, Im Brook, Johann-Spratte-Weg, Wiesental, Forellental und Landhotel Buller ereignet haben – die normale Runde, die beide häufig genommen haben.
Die Polizei sucht jetzt möglicherweise weitere Geschädigte und Personen, die am ersten Wochenende des neuen Jahres (6. bis 8. Januar) etwas beobachtet haben, was in Zusammenhang mit der Vergiftung stehen könnte. Hinweise nimmt die Umweltabteilung der Polizei unter 0541/327-3316 entgegen.
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Der Giftstoff wurde aufgrund seiner hohen Toxizität namentlich genannt und weil es eben eine solche Vergiftung eigentlich nicht geben dürfte.
Mich wundert allgemein, das hier die Chemikalie beim Namen genannt wird. Soweit ich mich erinnern kann, war früher immer nur von Gift die Rede.
Das könnte Nachahmer auf den Plan rufen, und wenn es nur Hund oder Katz von nebenan ist.
Denn Privateigentümer werden 2008 nicht direkt alle Mittelchen aus dem Gartenhäuschen entsorgt haben, welche das enthalten.