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Fürstenau: Bürgerschützenpräsident Horst Selker mit knapper Mehrheit im Amt bestätigt
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Quelle: jesc/Bersenbrücker Kreisblatt 31. Januar 2012 07:45 Uhr

Forderung nach mehr Transparenz

Fürstenau: Bürgerschützenpräsident Horst Selker mit knapper Mehrheit im Amt bestätigt

jesc Fürstenau. Kontroverse Diskussionen und Wahlen dominierten die lebhaft verlaufende, über vier Stunden dauernde Versammlung der Fürstenauer Bürgerschützen. Bei den Wahlen wurde der amtierende Präsident Horst Selker mit äußerst knapper Mehrheit für drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Der Beitrag wurde auf 30 Euro angepasst.Weiterhin beschloss die Versammlung, den Schützenfestablauf nicht zu verändern.

 
Präsident Horst Selker überreichte Archivar Rudolf Lühn für den Eingangsbereich der Schützenhalle ein historisches Bild der Avantgardisten aus dem Jahr 1939. Foto: Jürgen Schwietert  Vergrößern

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Im Mittelpunkt des Berichtes des Präsidenten standen die Beratungen zur Änderung des Schützenfestablaufes. Auf drei Versammlungen hatten sich die Mitglieder mit möglichen Alternativen befasst. Eigens hierfür wurde ein Ausschuss ins Leben gerufen. Es kristallisierten sich zwei mögliche Varianten heraus.

Bei einer Variante sollte auf den Schützenabend verzichtet und dafür die Abnahme der Avantgarde mit gemütlichem Beisammensein erfolgen. In der anderen Variante stand ein Verzicht des sonntäglichen Frühschoppens mit Gästeempfang zur Debatte. Zweck der Änderungen wären mögliche Einsparungen, um das Darlehen schneller tilgen zu können. Allen Bemühungen zum Trotz sprachen sich die Mitglieder für die Beibehaltung des jetzigen Schützenfestablaufes aus.

Zuvor hatten die Mitglieder auf Vorschlag aus der Versammlung beschlossen, den Jahresbeitrag auf 30 Euro festzusetzen. Die Mehreinnahmen sollen der Konsolidierung der Kasse, der Schuldentilgung sowie der Förderung junger Mitglieder (Bezuschussung von Schützenjacken) dienen. In den Vorstand verwiesen wurde die Anregung, von jungen Mitgliedern einen geringeren Beitrag zu verlangen.

Präsident Horst Selker teilte mit, dass es gelungen sei, aus Mitteln der Sportstättenförderung einen Betrag von mehr als 7600 Euro zu erhalten. Bei den geplanten Baumaßnahmen beteilige sich die Stadt ebenfalls mit einem entsprechenden Betrag. Weiterhin ging Selker auf die Fahrt nach Dresden sowie das eigene Bürgerschützenfest, auf die neue Gerichtsklause der Avantgarde und auf die weiteren Aktionen ein. Neben den Vorstandsmitgliedern galt dem Webmeister Josef Westendorf Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit. Zum Abschluss seines Berichtes zog Selker über drei Jahre Präsidentschaft Bilanz: Er forderte eine stärkere Würdigung und Anerkennung für die Personen, die sich in das gesellschaftliche Leben ihrer Heimatstadt einbringen.

Schriftführer Heinz Engel und Kassierer Klaus Hampel, die beide auf eine weitere Kandidatur für ein Vorstandsamt verzichteten, riefen dazu auf, Entscheidungen im Kontext auf Basis des gesamten Vorstandes und nicht im kleinen Kreis zu treffen. Engel forderte zu mehr Transparenz auf.

In einem historischen Rückblick erinnerte er an die Könige vor 100 Jahren (Johannes B. Fritze), 75 Jahren (Hermann Lübke-Bockweg), 50 Jahren (Ulrich Schwahn) und 25 Jahren (Herbert Steveker).

Kassenprüfer Holger Eickermann verwies auf den Erhalt der Gemeinnützigkeit, der durch die Schaffung weiterer Werte (Bau der neuen Gerichtsklause) gelungen sei. Er forderte zur Finanzkonsolidierung auf.

Unter der Wahlleitung des Ehrenpräsidenten Horst Selker sen. wurde Präsident Horst Selker in geheimer Wahl im Amt knapp bestätigt. Neuer Schriftführer ist Holger Eickermann, Daniela Schotanus fungiert als2. Schriftführer. Jörn Eickermann übernimmt das Amt des Kassierers. Als Stellvertreter wurde Reinhard Webering ebenso bestätigt wie Kommandeur Uwe Drees.

Nach längerer Diskussion erklärte sich Reinhard Vox bereit, für die Dauer eines Jahres die Funktion des1. Schießmeisters zu übernehmen. Ihm zur Seite steht ebenfalls für ein Jahr Martin Schätzel.

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