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Kurs für Zuwanderinnen in der Quakenbrücker Neustadt
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Quelle: pm/Bersenbrücker Kreisblatt 28. Januar 2012 07:48 Uhr

Jugendmigrationsdienst

Kurs für Zuwanderinnen in der Quakenbrücker Neustadt

pm Quakenbrück. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen, um hier zu arbeiten, weil sie verfolgt werden, weil sie Deutsche sind, weil ihre Familie hier lebt, weil sie vor Ort eine Ausbildung machen wollen. Der Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück hilft auch in Quakenbrück bei der Eingewöhnung.

 
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Empowering Frauen lautete das Motto des Kurses, an dem diese Frauen aus verschiedenen Nationen in Quakenbrück teilnahmen. Piepkuchen backen – eine ganz neue Erfahrung für Frauen aus anderen Kulturen. Fotos: Caritasverband

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Die Neuzugewanderten stehen vor der großen Herausforderung in einem Land mit neuen Möglichkeiten, aber auch neuen Hürden, Fuß zu fassen. Einige von ihnen finden eine neue, dauerhafte Heimat bei uns in der Region Osnabrück. Besonders schwer gestaltet sich die Situation für Eltern, die ihren Kindern in einem fremden Alltag, in einem neuen Schulsystem zur Seite stehen wollen.

Die Elternarbeit stellt einen wichtigen Bereich des Jugendmigrationsdienstes dar und wird besonders berücksichtigt. Zum Themenfeld „Übergang Schule/Beruf“ gab es einige Infoabende für Eltern und Jugendliche im Caritashaus. Hierbei konnte eine gute Übersicht über das deutsche Bildungssystem vermittelt werden. Diese Infoveranstaltung, in Kooperation mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, hat eine große Resonanz seitens der Eltern erfahren.

Der Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück hatte schon in der Vergangenheit zwei Elternkurse für Zuwanderer-Familien in Quakenbrück umgesetzt. Seit September vergangenen Jahres läuft ein neuer Kurs „Empowering Frauen“. Die Finanzierung ist durch das Programm „Stärken vor Ort“ gesichert. Die Frauengruppe trifft sich wöchentlich im Caritasbüro im Mehrgenerationenhaus oder in den FIZ-Räumlichkeiten.

Ziel ist es, die aktive Einbindung der Frauen in die Erziehungs- und Bildungseinrichtungen zu fördern. Biografiearbeit, Sprachorientierung, Kenntnisse über die deutsche Gesellschaft sind einige Themenschwerpunkte. Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich mit der neuen Heimat zu identifizieren und hilft ihnen, sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden. „Die Kompetenzen und Ressourcen von Frauen sollen aufgezeigt, sichtbar gemacht und weiterentwickelt werden“, formuliert der Caritasverband die Ziele.

Die Inhalte sind thematisch aufgebaut und auf den Bedarf abgestimmt. Zu jedem Thema wird ein Baustein zur sprachlichen Förderung installiert. Im Vordergrund des Kurses steht neben dem Austausch von Erfahrungen unter den Frauen auch die Wissensvermittlung. Unter anderem beschäftigen sich die Frauen mit der Klärung der eigenen Werte, Erziehungsvorstellungen, Umgang mit Konflikten, Auseinandersetzung mit der familiären Innen- und der gesellschaftlichen Außenwelt.

Fragen zum Thema Migration waren bisher stets zen-traler Bestandteil des Kurses. Zudem wurde bei jedem Treffen über alltägliche Regeln gesprochen, die in Deutschland einzuhalten sind wie zum Beispiel regelmäßiger Schulbesuch, Pünktlichkeit, Verantwortung tragen, mit den Klassenlehrern in Kontakt bleiben.

Beim gemeinsamen Kochen wurden internationale Rezepte ausprobiert (russisch, türkisch, afrikanisch). Die haben teilweise ihre Kinder mitgebracht, die miteinander malten und spielten.

Die Teilnehmerinnen sind Frauen unterschiedlicher Herkunft (Afrika, Türkei, Griechenland, Bulgarien) und waren von den Unterrichtsmethoden und Inhalten sehr begeistert. Die Kursleiterinnen hatten selbst einen Migrationshintergrund (Sprachkompetenzen) – eine ist Türkin, eine andere Spätaussiedlerin aus Russland. Der Kurs fand in deutscher Sprache statt – bei Bedarf wurde übersetzt.

„Die Gruppenleiterinnen konnten durch ihre Kompetenz und Empathie ein Miteinander herstellen. Die Teilnehmerinnen fühlten sich verstanden, unterstützt, aufgenommen und konnten in einer wohlfühlenden Atmosphäre sich öffnen und nicht nur über Probleme sprechen. Sie hatten viel Spaß beim Ausprobieren von verschiedenen Aktivitäten wie Trommeln, Basteln, Kochen. Die Frauen zeigten dabei ein sehr hohes Maß an Interesse und Engagement“, erklärt Galina Krieger vom Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes. Es gibt Überlegungen, wie Galina Krieger bestätigte, das Angebot in der Quakenbrücker Neustadt weiterzuführen.

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