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Bislang 3500 Besucher in der Gedenkstätte Esterwegen
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Autor: Carsten van Bevern 28. Januar 2012 15:40 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Althusmann besuchte Emslandlager

Bislang 3500 Besucher in der Gedenkstätte Esterwegen

Esterwegen. Seit ihrer Eröffnung Ende Oktober 2011 haben rund 3500 Menschen die Gedenkstätte Esterwegen besucht. „Bis Mitte Dezember haben uns allein 30 Gruppen besucht – in dieser Zeit kamen früher vielleicht zehn Gruppen“, erklärte Sabine Mithöfer. Seit vielen Jahren führt sie Gruppen über das Gelände und noch viel länger ist sie im „Aktionskomitee für ein DIZ Emslandlager“ engagiert. In Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen leistet das DIZ seit dem 1. November 2011 vor Ort die Gedenkstättenarbeit.

 
„Jeder Schüler sollte einmal eine solche Gedenkstätte besuchen.“ Dies erklärte der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (rechts) am Donnerstag bei seinem Antrittsbesuch in der Gedenkstätte Esterwegen. Gedenkstätten-Geschäftsführerin Andrea Kaltofen erläuterte dem Gast aus Hannover das Konzept der Ausstellung.Foto: Carsten van Bevern  Vergrößern

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Erstmals besuchte nun der Kultusminister des Landes Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann, die Gedenkstätte – zumindest in seiner heutigen Funktion. „Vor rund 20 Jahren engagierte ich mich in Lüneburg für eine Obdachloseninitiative. Und in dieser Funktion konnte ich im ehemaligen Bundeswehrdepot in Esterwegen damals warme Kleidung abholen“, erinnert sich Althusmann. Heute ist er als Minister und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten für diese Einrichtung zuständig. Geschäftsführer der Stiftung ist seit 2008 mit Dr. Habbo Knoch ein seit 1986 auch im DIZ-Trägerverein tätiger Historiker.

Zu Fragen anregen

„Wie notwendig die hier geleistete Erinnerungsarbeit und die politische Bildung sind, macht auch das Ergebnis einer Forsa-Umfrage deutlich, nach der jeder fünfte junge Erwachsene noch niemals von Auschwitz gehört hat und nicht weiß, dass es sich um ein Konzentrations- und Vernichtungslager gehandelt hat. Deshalb ist es uns wichtig, dass emsländische Schulklassen die Gedenkstätte besuchen“, begrüßte Landrat Reinhard Winter den Gast aus Hannover: „Aufgrund der Besucherzahlen sehen wir uns hier auf einem guten Weg.“

Die Konzeption der Gedenkstätte für die 15 Emslandlager erläuterten anschließend Dr. Andrea Kaltofen und Kurt Buck. „Wir wollen hier keine fertigen Antworten geben, aber zu wichtigen Fragen anregen“, betonte Frau Kaltofen. Zwischen 1933 und 1945 sind in den 15 Emslandlagern rund 25000 Menschen umgekommen. Nähere Infos zur Gedenkstätte und zur Geschichte der Lager unter www.gedenkstaette-esterwegen.de.

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