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Landkreis stellt Trassenvarianten der E 233 für Eltern und Flechum vor
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Autor: Carola Alge 28. Januar 2012 14:00 Uhr  Mehr Artikel von dieser Autorin

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Ulf D. Donnerstag, 23. Februar 2012 16:12 Uhr

„Müssen noch viel miteinander reden“

Landkreis stellt Trassenvarianten der E 233 für Eltern und Flechum vor

Haselünne. Das Interesse war groß. Mehr als 200 Bürger kamen am Donnerstagabend zu einer Informationsveranstaltung des Landkreises Emsland in das Haselünner Kolpinghaus, um sich über den geplanten Trassenverlauf der Europastraße 233 für Eltern und Flechum zu informieren. Fazit von Landrat Reinhard Winter dort: „Wir müssen noch viel miteinander reden, was den Feinschliff der Streckenführung angeht.“

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Der Kreischef hatte eingangs noch einmal auf die Bedeutung des vierspurigen Ausbaus der E 233 für die Region hingewiesen. Diese zentrale Tangente werde zu Spitzenzeiten von bis zu 50 Prozent Schwerlastverkehr frequentiert. Daraus resultierten für private Reisende wie für die Wirtschaft oft „unverhältnismäßig lange Reisezeiten“. Man habe gut daran getan, aus der Region heraus die Planungen für den Ausbau der Straße voranzubringen. Orientiert habe man sich dabei weitgehend an der bestehenden Strecke. Allerdings sei an einigen Stellen ein Abweichen davon unvermeidbar.

Dabei würden, wie Kreisbaurat Dirk Kopmeyer näher erläuterte, Aspekte wie freie Geschwindigkeit, Haltesichtweiten, Radien, Abstandsvorgaben für Anschlussstellen, Wirtschaftlichkeit der Maßnahme und unter anderem die Erschließungsfunktion der Straße entsprechend den Vorgaben des Bundes einfließen. Der habe auch in Sachen endgültiger Linienführung das letzte Wort. Dadurch könne es unter Umständen noch zu Abweichungen der Vorplanung des Landkreises kommen. „Wir befinden uns da in einem sehr frühen Stadium, gehen aber davon aus, dass unser Linienentwurf richtig ist“, sagte Kopmeyer.

Die Feinplanung der Variante stellte Fachbereichsleiter Detlev Thieke vor. Die sieht vor, dass die Trasse ab Stadtmark (Höhe Gartencenter Lüske) nach Norden Richtung Eltern verschwenkt. An der Lähdener Straße entsteht ein neuer Knoten, der die E 233 und die B 213/402 für den Verkehr Richtung Lingen/Nordhorn/Osnabrück anbindet. Unmittelbar am neuen Knoten liegt die Fläche, auf der ein neuer Autohof angesiedelt werden soll (hier treffen sich die Bundesstraßen). Da das wertvolle Biotop „Eckelpool“ östlich der Lähdener Straße nicht übermäßig beeinträchtigt werden darf, verschwenkt sich die Trasse etwas nach Süden. Beeinträchtigungen der Wohnbaugebiete gebe es nicht.

Im weiteren Verlauf kreuzt die Trasse das Sportgelände Eltern. Hier wird eine Verlegung der Sportanlagen und des Vereinsheims erforderlich. Im Bereich der Feldstraße sind die Schienen der emsländischen Bahnen mit einem Brückenbauwerk zu queren. An der Zuwegung der Mülldeponie wird die Trasse unmittelbar südlich der heutigen B 402 Richtung Flechum geführt.

Die alte Straße dient der Erschließung der anliegenden Flächen und ermöglicht eine Verkehrsbeziehung zwischen Flechum (für das es keine Anschlussstelle geben wird) und Eltern bis nach Haselünne als örtliche Verkehrsstraße. Zur Erschließung der Ortslage Höven wird die E 233 mit einem Brückenbauwerk gekreuzt. Eine weitere Anbindung des örtlichen Verkehrs erfolgt durch das Industriegebiet Flechum und die K 267 Richtung Holte-Lastrup.

Schleichweg für Lkw

In der Diskussion befürchteten einige Bürger unter anderem, dass die Ortslage Eltern zum Schleichweg für Lkw werden könnte – insbesondere bei Einführung einer Maut-Gebühr. Die Möglichkeit eines kompletten Rückbaus des Ortsteils sah Bürgermeister Werner Schräer nicht. Er versprach jedoch, dass sich „die Stadt Haselünne für Eltern bemühen wird“. Die Bürger rief er generell auf, „frühzeitig miteinander zu reden, damit wir die Dinge gemeinsam voranbringen“. Dazu will der Landkreis unter anderem die Landwirte einbinden und zu entsprechenden Gesprächen einladen.

Verschiedene Fragen weiterer Zuhörer drehten sich unter anderem um ein Ersatzwegenetz, das bei Unfallsituationen auf der E 233 greift, um die Wirtschaftlichkeit zweier Autohöfe kurz hintereinander und um die Zukunft der Eisenbahnstrecke. Klare Ansage des Landrates: Die Emsländische Eisenbahn (EEB) bleibe als Infrastrukturunternehmen bestehen – und damit auch die Bahnstrecke. Alles andere sei Sache der weiteren Planung.

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  Leserkommentare

 
Ulf D., Donnerstag, Februar 23 um 16:12 Uhr M.K. vergleicht Äpfel mit Birnen Lieber M.K., Sie haben leider noch immer nicht verstanden, worum es geht. Es geht um die Transit-Lkw aus den ARA-Häfen, die Waren nach Norddeutschland, Skandinavien und ins Baltikum liefern.

Wenn Sie mir verraten würden, was Sie genau mit "Nordumgehung" und "Südumgehung" meinen und im Vergleich WOZU diese von Ihnen genannten Umgehungen länger sein sollen, stelle ich gern eine Überprüfung Ihrer Behauptungen an.

Wo bitte ist die A30 ein "Problemfall"?

 
M. K., Donnerstag, Februar 2 um 07:33 Uhr An Ulf Die Nordumgehung ist 60!!! Kilometer und die Südumgehung 80!!! Kilometer länger. Eine gute Stunde Umweg wo tausende LKW dann andere Autobahnen vollstopfen sollen (A30 ist ein Problemfall) und entsprechend eine zusätzliche Stunde Abgase in die Luft pumpen.

 
Ulf D., Montag, Januar 30 um 09:55 Uhr Rückfrage an Charly H. Können Sie sachlich begründen, warum für Sie der E233-Ausbau "ein muß" ist, an dem "nicht zu zweifeln" ist? Bitte nicht auf die "vielen Lkw" hinweisen, denn die haben nachweislich erst seit 2005 so massiv zugenommen.
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