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Lathen:Platz für eine zweite Krippengruppe
rav Lathen. Beim Familienzentrum „Purzelbaum“ in Lathen-Wahn ist jetzt ein neuer Gebäudetrakt eingeweiht worden. Der Anbau war nötig, weil in dem bestehenden Gebäude wegen der großen Nachfrage eine zweite Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren eingerichtet werden musste.
In dem Neubau stehen auf einer Nutzfläche von 195 Quadratmetern mit dem sogenannten Sportpalast für Bewegungsertüchtigung, einem Raum für Holzbearbeitung und einer Sprachwerkstatt drei Lernbereiche zur Verfügung. An der Finanzierung des Projektes, für das 401574 Euro eingesetzt worden sind, beteiligten sich die Gemeinde Lathen mit 285574 Euro, der Landkreis Emsland mit 105229 Euro sowie Bund und Land mit 10587 Euro.
1994 wurde die ehemalige Volksschule in Lathen-Wahn von der Gemeinde Lathen zu einem kommunalen Kindergarten umgestaltet. Es folgten zahlreiche Umbauten und Erweiterungen. Im Jahr 2006 wurde das Familienzentrum eingerichtet. Der wachsenden Nachfrage nach Betreuung von Kleinkindern trug man vor fünf Jahren mit dem Ausbau einer Krippe im Obergeschoss des Kerngebäudes Rechnung. Im August vergangenen Jahres wurden dann „auf gleicher Ebene“ die Räume für eine zweite Krippengruppe eingerichtet.
Vertreter des öffentlichen Lebens, der Schulen und privaten Pflegeeinrichtungen, von Vereinen, Verbänden und Institutionen, des Elternrates und des Fördervereins sowie der „Mannschaft der Ehrenamtlichen“ hatten sich zur Einweihung der zweiten Krippe und des neuen Funktionstraktes eingefunden. BürgermeisterinLuise Redenius-Heber (CDU) unterstrich, dass die Samtgemeinde Lathen mit dem Platzangebot für bis zu dreijährige Kinder sechs Prozent über dem Soll liege.
Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber (CDU) blickte in die Entstehungsgeschichte des kommunalen Kindergartens „Purzelbaum“ und des Familienzentrums zurück. Er erinnerte daran, dass man sich seinerzeit darum bemüht habe, die katholische Kirchengemeinde St. Antonius als Träger zu gewinnen. Leider habe es vor Ort und beim Bistum in Osnabrück an Mut gefehlt, einer kleinen Pfarrgemeinde auch mit angebotener kommunaler Hilfe die Trägerschaft zu übertragen. So sei „der Not gehorchend“ eine kommunale Kita eingerichtet worden. Mit der Leiterin Anita Trimpe und ihrem hoch motivierten Team sei die Gemeinde heute hervorragend aufgestellt.
Pfarrer Francis Sanjeevi sprach bei der Segnung von einem Wohlfühlort fröhlichen Spielens und Lernens. Der evangelische Pastor Rainer Jenke erinnerte an den Kinderfreund Jesus und fügte hinzu: „Kinder entdecken die Welt durch Spielen.“
Ferdinand Redeker, der als Vorsitzender des Kreisausschusses für Jugendhilfe und Sport den Landkreis vertrat, zeigte sich beeindruckt vom großen Raum- und Betreuungsangebot der Kita und des Familienzentrums.
Morgen ist die Öffentlichkeit von 14 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.
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28.03.2013
