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Gemeinde Wietmarschen wehrt sich gegen Anschuldigung
Wietmarschen. Im Zusammenhang mit möglicher versprengter Munition im Wietmarscher Ortsteil Nordlohne (wir berichteten) hat Bürgermeister Alfons Eling die Vorwürfe des ehemaligen Bundeswehr-Sachgebietsleiters Jürgen Stoßberg zurückgewiesen. Stoßberg hatte der Kommune unter anderem ein wenig bürgerfreundliches Verhalten in dieser Sache vorgeworfen.
„Wir halten nach den bislang vorliegenden Handlungsempfehlungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die Sondierungen des Geländes nur bei Bodeneingriffen vorschreiben, die Planung eines Naherholungsgebietes für vertretbar“, erklärte die Gemeinde am Freitag in einer Mitteilung. Sollten die Vermutungen oder Erkenntnisse von Stoßberg belegt werden, so werde die Gemeinde die bisherigen Planungen überdenken.
Eling äußerte seine Verwunderung darüber, dass Stoßberg als bis vor wenigen Jahren verantwortlicher Mitarbeiter der Bundeswehr u.a. für das Gelände des Standortübungsplatzes Wietmarschen sich nun bewogen fühle, der Gemeinde Wietmarschen ein Fehlverhalten oder eine Fehleinschätzung im Umgang mit dem Gelände des ehemaligen Übungsplatzes vorzuwerfen.
„Warum hat Stoßberg denn seine angeblichen Kenntnisse sowohl den Nordlohner Bürgern als auch der Gemeinde bislang verschwiegen? Warum hat er uns eine ihm offensichtlich bekannte Karte, in der angeblich vergrabene Munitionsreste aus dem 2. Weltkrieg markiert waren, nie gezeigt?“, fragt Eling.
Vertrauliches Gutachten
Als Gemeinde habe man weder bei der Planung der Baugebiete noch bei den Überlegungen zum Naherholungsgebiet je etwas von Stoßberg gehört. Von seinen vorgesetzten Dienststellen habe man streng vertraulich ein Kurzgutachten erhalten. „Die durchgeführten Untersuchungen ergaben keine konkreten Anhaltspunkte für von der Liegenschaft ausgehende, akute Gefahren für die Schutzgüter Boden und Grundwasser“, zitiert die Kommune daraus.
Eling: „Wir fordern Stoßberg auf, seine angeblichen Erkenntnisse unverzüglich der Gemeinde Wietmarschen und den übrigen beteiligten Behörden mitzuteilen, damit sie seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes bei einer eventuellen Überarbeitung der bisherigen Handlungsempfehlungen berücksichtigt werden können.“
Eling wies die Darstellung zurück, dass Baugebiete auf dem Gebiet des ehemaligen Standortübungsplatzes erstellt worden seien. Diese Aussage sei falsch. Für das erweiterte Baugebiet „Am Wildwechsel“ lägen der Gemeinde zwei Stellungnahmen der zuständigen Wehrbereichsverwaltung II vor, in denen keine Bedenken gegen das Baugebiet „Erweiterung Siedlung Nordlohne“ erhoben würden.
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