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Osnabrücker Kämmerer Baier will Bürgermeister in Bersenbrück werden
Bersenbrück/ Osnabrück. Das Rennen um die Nachfolge Michael Lübbersmanns als Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück ist eröffnet. SPD-Mitglied Horst Baier, Finanzvorstand der Stadt Osnabrück, wirft nun als unabhängiger Kandidat seinen Hut in den Ring. CDU-Spitzenpolitiker der Samtgemeinde Bersenbrück schlagen den Mitgliedern den Kandidaten Johannes Koop vor, derzeit Erster Samtgemeinderat.
Weil Lübbersmann im vergangenen Herbst Landrat wurde, muss die Samtgemeinde am 11. März einen neuen Bürgermeister wählen. Das könnte spannend werden, denn zum ersten Mal seit der Bildung dieser Großgemeinde 1973 hat die CDU im Samtgemeinderat im September 2011 ihre Mehrheit verloren. Sie teilt nach der Wahl die Macht mit SPD, Grünen und vier Bürgerlisten, von denen zwei im Samtgemeinderat eine Verbindung eingingen, die mit der SPD eine Gruppe bildet.
Eine Mitgliederversammlung der vier CDU-Verbände in der Samtgemeinde entscheidet am kommenden Montag über die Kandidatur von Johannes Koop. Er will sich die Fortführung und Festigung der „Ära Lübbersmann“ auf die Fahnen schreiben, die der Samtgemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte und einen sozialpolitischen Aufbruch.
Am Dienstagabend stellte sich Horst Baier Vertretern von Bürgerlisten, SPD und Grünen vor. Nach getrennten Beratungen sprachen sich SPD/Bürgerliste Alfhausen, Grüne und die Wählergemeinschaft Bersenbrück geschlossen dafür aus, Baiers Kandidatur zu unterstützen. Die UWG Ankum will darüber in der kommenden Woche die Mitglieder entscheiden lassen, möglicherweise werde es eine Empfehlung ihres erweiterten Vorstandes für Baier geben, sagt der UWG-Vorsitzende und Ankumer Bürgermeister Detert Brummer-Bange.
Der 49-jährige Baier ist promovierter Volkswirt. Nach seinem Studium arbeitete er acht Jahre lang für den Haftpflichtverband der Deutschen Industrie in Hannover, zuletzt als Referatsleiter im Controlling. 1996 wechselte er als Controller zur Stadt Braunschweig. Von Juli 2002 bis September 2008 war er in seiner Heimatstadt Salzgitter unter anderem für Beteiligungsmanagement, Entsorgung, Wohnbau, Versorgung und Verkehr verantwortlich.
In Osnabrück widmete sich Baier seit 2008 der Neustrukturierung der städtischen Beteiligungen. Baier initiierte den Bürgerhaushalt mit dem Ziel, bei der Finanzplanung Osnabrücks mehr Bürgerbeteiligung zu erreichen. Das Thema Haushaltskonsolidierung begleitet ihn seit dem Amtsantritt. Gehaltsmäßig würde sich Baier von B4 auf B3 verschlechtern. Die Zulagen für einen Verwaltungschef eingerechnet, sei das aber zu vernachlässigen, sagt Baier.
Neuer Politikstil
Vor allem aber sei es reizvoll, als Repräsentant einer Samtgemeinde mit nahezu 30000 Einwohnern in der ersten Reihe zu stehen und als Chef der Verwaltung Impulse geben zu können. „Managen, viel moderieren, kommunizieren und repräsentieren, vielleicht einen neuen Politikstil prägen, dieser Herausforderung stelle ich mich gern“, sagt Baier. Er spüre schon jetzt breite Unterstützung.
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04.04.2012

Das ist der Politikstil, der der Samtgemeinde Bersenbrück bisher fehlte. Der Bürger hat´s eingefordert in der Kommunalwahl, indem der die Stimmen einer neuen Mehrheit mit eben diesen Wahlzielen zuordnete. Da Dr. Baier hierin eine Herausforderung sieht und nicht eine unerwünschte Einmischung seitens des mündigen Bürgers, kann nur Gutes dabei heraukommen