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Bye, bye, Herr Ringling
Osnabrück. Was nun folgen wird, zeigten Jutta Herzog und Gisela Beelmann-Schäfer auf: Entzugsklinik und anschließend ein ambulantes Resozialisierungsprogramm. „Mit viel Glück schaffen Sie es nach Jahren ins normale Leben“, meinten die Lehrkräfte der Möser-Realschule am Westerberg. Dabei hatten sie Fritz-Heinz Ringling im Blick. Der Schulleiter wurde am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet.
Herzog und Beelmann-Schäfer hatten sich für ihren Beitrag als Putzkräfte verkleidet und beleuchteten so, wie schwer es für Lehrer ist, dem Schuldienst zu entsagen. Und dass trotz all der Belastungen wie jüngst mit der „Inquisition“, wie die beiden die Besuche der Schulinspektion nannten.
Auch als Schulleiter sei ihm der Unterricht wichtig gewesen, bei dem alle Schüler zu ihrem Recht kämen, sagte Ringling. Der scheidende Schulleiter hob zudem die funktionierende Schulgemeinschaft hervor: „Das war an unserer Schule eine große Stärke, dass sie immer etwas in Gang gebracht hat.“
Selbstverständlich gehörten auch Rückblicke der Gäste, wie von Fachbereichsleiter Hans-Georg Freund und Jürgen Rath-Groneick von der Landesschulbehörde, zur Verabschiedung. 1972 hatte Ringling als Lehrer an der Hauptschule Schüttorf begonnen. In diesen vier Jahrzehnten habe er allein elf Kultusminister und ungezählte Schulgesetznovellen erlebt, spielte Rath-Groneick auf die zahlreichen Veränderungen an.
„Ein gut gefülltes Arbeitspaket“ sei 2004 mit der Etablierung der Möser-Realschule am neuen Standort an der Lotter Straße hinzugekommen, sagte Rath-Groneick, der Ringling die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand überreichte.
Auch Ringlings Stellvertreter Markus Gerling, der nun die Schulleitung übernehmen wird, blickte zurück und hob die Kooperationen, wie etwa die mit den Städtischen Bühnen, hervor, die Ringling angestoßen habe. Darüber hinaus habe er die Gründung eines Fördervereins und die Schulsozialarbeit mit der Eröffnung des „Schülertreffs“ unterstützt, resümierte Gerling.
An der Feier zur Verabschiedung Ringlings waren auch zahlreiche Schüler und Schülerinnen beteiligt: „Es hat richtig Spaß gemacht, bei Ihnen Unterricht zu haben“, sagte Schulsprecher Semet Cakiltas. Zu den Beiträgen gehörten Tanz- und Gesangseinlagen wie auch ein „lyrischer Abschiedsgruß“ mit Gedichten von Heinz Erhardt. Der Schulchor unter der Leitung von Monika Menkhaus führte außerdem das eigens getextete „Bye, bye, Herr Ringing, alles Gute“ auf, bei dem der scheidende Schulleiter mit auf die Bühne kam.
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