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Tippspiel
Heimatkapelle möchte zur Steubenparade
Wellingholzhausen. Spannend, aufregend und erfolgreich – mit diesen drei Attributen brachte der Vorsitzende Raphael Stock das vergangene Jahr der Heimatkapelle Wellingholzhausen auf den Punkt. Mehr als 50 Mitglieder waren zur Generalversammlung der Heimatkapelle Wellingholzhausen gekommen und teilten die Einschätzung des Vorsitzenden.
Stock bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihr großes Engagement und ließ gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Hans-Jörg Haferkamp noch einmal die Höhepunkte Revue passieren. Insbesondere die Vielseitigkeit der Auftritte zeichne dabei die Heimatkapelle aus. Dazu gehörten die Konzerte im März, bei der das Orchester als Swing- und Big Band brillierte, die vielen Volks- und Schützenfeste, die Ständchen anlässlich von Jubiläen, das Oktoberfest und das Weihnachtskonzert, aber auch die Begegnung mit dem Bundespräsidenten oder die Fahrt in die Bundeshauptstadt mit musikalischen Einlagen am Gendarmenmarkt und vor dem Brandenburger Tor.
Die Vielschichtigkeit sei ein Markenzeichen der Heimatkapelle, die damit in der Lage sei, sich den unterschiedlichsten Herausforderungen zu stellen. In diesem Zusammenhang dankte Stock insbesondere dem musikalischen Leiter Chris Stieve-Dawe, der seit über zehn Jahren mit seinem musikalischen Wissen und seinem Engagement einen großen Anteil an der Entwicklung des Orchesters trägt und insoweit für die Musiker von unschätzbarem Wert ist.
Aushängeschild der Heimatkapelle ist die Jugendarbeit, und so zeigte sich der Vorsitzende erfreut, dass neben der Mini- und Jugendkapelle mit über 60 Mitgliedern, die Heimatkapelle seit dem letzten Jahr mit zwei Angeboten auch in das nachmittägliche Betreuungsangebot der Grund- und Hauptschule eingebunden sei. Alle seien auf die erste Präsentation dieser Gruppen gespannt.
Die Begrüßung neuer Mitglieder und der Dank an Jubilare ist fester Bestandteil jeder Jahreshauptversammlung. Besonders erfreut zeigte sich Stock über ein bislang in der Geschichte des Orchesters einmaliges Jubiläum. Seit 1952 ist Hermann Schulte an Trompete und Flügelhorn aktiv und konnte insoweit Glückwünsche zu seinem 60-jährigen Musikerjubiläum entgegennehmen.
Ein weiteres Urgestein des Orchesters stand ebenfalls im Mittelpunkt. Nach 53 Jahren musikalischer Tätigkeit hat Adolf Ahringhoff sein Horn nunmehr an den berühmten Nagel gehängt. Stock dankte ihm für sein unermüdliches Engagement. Neben der Musik habe Ahringhoff über 20 Jahre als Geschäftsführer die Geschicke des Orchesters geleitet, führte Stock aus. In seine Amtszeit fiel die Organisation des 25. Kapellenjubiläums im Jahr 1974. Das Orchester sei stolz auf seine Altersstruktur, denn hier sitzen wie selbstverständlich 17-Jährige neben 70-Jährigen.
In einem kurzen Ausblick gingen Stock und Haferkamp auf das kommende Jahr ein. Anlässlich der zehnten Auflage der Jazz-, Blues- und Cocktailnacht hätten sich die Organisatoren etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit dem „Glenn Miller Orchester“ konnte ein absolutes Spitzenorchester engagiert werden. Statt des Hauses des Gastes wird dieses Mal das Forum Melle zum Jazz-Club umgestaltet. Letzte Karten für diese Veranstaltung am 28. Januar sind noch an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Die Konzerte am 23. und 24. März in der Beutlinghalle werden wieder einmal den musikalischen Höhepunkt im Orchesterjahr darstellen. Die großen Klassiker der Rock- und Popmusik werden in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen, wobei das Orchester unterstützt wird durch Musicalsänger aus Osnabrück und Hamburg.
Einen breiten Raum im Rahmen der Versammlung nahmen die Erörterungen zur geplanten Teilnahme an der Steubenparade in New York ein, die immer am dritten Samstag des Septembers stattfindet. Mit Unterstützung des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Melle, der seinerseits in Kontakt zu Melles Partnerstadt New Melle (USA) steht, sei die Heimatkapelle in die konkreten Planungen eingestiegen. Eine Teilnahmezusage des Steubenkomitees liege mittlerweile vor, so Stock weiter. Hinsichtlich der zur Finanzierung erforderlichen Einwerbung von Sponsoren sei man „verhalten optimistisch“ und erwarte Entscheidungen im Februar. Für das Orchester wäre eine solche fünftägige Tour nach New York eine gelungene Fortsetzung der Konzertreisen der letzten Jahre nach England und Polen. In humorvollen Worten ließen die Chronisten das Jahr Revue passieren. Mit Ann Cathrin Brüggemann erhielt erstmals eine Musikerin die begehrte Auszeichnung für die regelmäßigste Teilnahme, dicht gefolgt von Maike Hilmes.
Annika Borgmann konnte als Kassiererin eine ausgeglichene Finanzsituation vorlegen und erhielt von der Mitgliederversammlung Entlastung. Mit einem Appell an alle Verantwortlichen, alle Funktionsträger bzw. alle Mitglieder, ihr Engagement fortzusetzen, schloss Stock die Sitzung.
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