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Allegro: Nun doch wieder Insolvenz beantragt
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Autor: Christoph Franken 23. Januar 2012 19:33 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Andreas W. Mittwoch, 16. Mai 2012 18:02 Uhr

Hauen und Stechen in der Geschäftsleitung — Investor sprang ab — Insolvenzverwalter nimmt Gespräche wieder auf

Allegro: Nun doch wieder Insolvenz beantragt

Bruchmühlen/Osnabrück. Nachdem die Firma Allegro Möbel in Bruchmühlen unter der Geschäftsführung von Manfred Zimmer am 28. Dezember die vorläufige Insolvenz zurückgenommen hatte, ist das Insolvenzverfahren gestern von der kommissarischen Geschäftsführerin Jutta Hoffmann wieder beantragt worden. Nun hat Insolvenzverwalter Klaus Niemeyer erneut das Sagen.

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Die neue Entwicklung ist begleitet von Querelen zwischen Jutta Hoffmann und dem kaufmännischen Leiter bei Allegro, Thomas Kosfeld. Schon die Frage, ob der noch diese Funktion innehabe, ist strittig. „Wir haben Herrn Kosfeld am Jahresende fristlos gekündigt und ihm die notariell beglaubigte Kündigung per Fax ins Berliner Hotel Adlon gefaxt“, sagte Jutta Hoffmann. Kosfeld bestätigte zwar das Fax: „Die Kündigung ist aber rechtsunwirksam, und daher bin ich weiter kaufmännischer Leiter bei Allegro.“ Er werde am Mittwoch in die Firma kommen, um Lohn- und Gehaltszahlungen zu veranlassen. „Ich bin der Einzige, der das kann, und das tue ich nicht für die Gesellschafter, sondern für die Mitarbeiter“, erklärte er im Gespräch mit unserer Zeitung. In einer Art Pressemitteilung kritisierte er gestern auch Gesellschafter Zimmer und Jutta Hoffmann: Die hätten es vor Rücknahme der Insolvenz versäumt, notwendige Gespräche mit den vier finanzierenden Banken als Hauptgläubigern und dem Insolvenzverwalter mit Blick auf die Liquidität zu führen. „Getrieben von Reputationsdenken, wollten Manfred Zimmer und Jutta Hoffmann die Insolvenz unbedingt zurücknehmen“, so Kosfeld.

Das sieht Jutta Hoffmann ganz anders: „Durch Machenschaften der Gesellschafter und des ehemaligen kaufmännischen Leiters ist Allegro jetzt da, wo es jetzt ist.“ Die verbliebenen 52 Mitarbeiter sind nach ihren Worten gestern um 11 Uhr während einer Betriebsversammlung informiert worden. „Da herrschte situationsbedingt Wut und Frust, gepaart mit Vorwürfen“, berichtete die Unternehmensberaterin. Sie habe gekämpft „wie eine kleine Löwin“, aber: „Der neue Investor und die Kreissparkasse Melle haben sich letztlich nicht einigen können.“ Bei dem Investor habe es sich um einen Textilhändler aus Schwerte gehandelt. „Mein Engagement bei der Firma Allegro ist damit beendet“, sagte Jutta Hoffmann.

Der als ausgesprochen fair bekannte Insolvenzverwalter Niemeyer werde nun alles tun, um das Unternehmen zu erhalten, sagte sie. Allerdings habe die öffentliche Erklärung Kosfelds zu Verunsicherung am Markt geführt. Das erschwere die Bemühungen des Insolvenzverwalters natürlich.

Niemeyer bestätigte diese Einschätzung. „Jetzt ist der Scherbenhaufen da und das Verhältnis zu Lieferanten und Kunden sehr schwierig geworden.“ Die Reibereien in der Geschäftsleitung erschwerten die Aufgabe zusätzlich. „Ein Investor wird jetzt sagen, der Patient ist sehr sehr krank“, so Niemeyer. Dessen ungeachtet werde er jetzt den Gesprächsfaden zu allen potenziellen Investoren wiederaufnehmen. Zu denen habe er bereits vielversprechende Kontakte gehabt, bis der erste Insolvenzantrag wieder zurückgenommen worden sei. „Wir brauchen schnelle Entscheidungen möglicher Investoren“, betonte der Insolvenzverwalter.

Den Wochen unter Regie der Geschäftsführerin Jutta Hoffmann stellte Niemeyer kein gutes Zeugnis aus. „Man hatte gute Hoffnung, die sich nun zerschlagen hat. Das kann man als naiv oder auch als dilettantisch oder sogar als verantwortungslos bezeichnen.“

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  Leserkommentare

 
Andreas W., vor 7 Tagen um 18:02 Uhr Fall vom hohen Ross Durch Ignoranz, Inkompetenz und Geltungssucht von Manfred Zimmer und Jutta Hoffmann ist diese Firma zu Fall gebracht worden.
Lieferanten wurden jahrelang übervorteilt und nicht wenige sind zuvor in die Insolvenz gegangen.
Gegenüber Konkurrenten eine arrogante Haltung eingenommen
(O-Ton M.Zimmer "Die mach ich alle Platt"), und Ware nicht
nur einmal zum Einkaufspreis verkauft.
Scheinmitarbeiter aus dem Schützenklub Bruchmühlen liefen als
Angestellte über Firmenbücher. Die neue Schießanlage (welche nicht fertiggestellt wurde) mit Luftbuchungen finanziert.
Mitarbeiterführung fand praktisch nicht statt. Die Leute wurden vom Inhaber persönlich unter Druck gesetzt und eingeschüchtert.
Das Betriebsklima war schon Jahre vergiftet.
Die Steuerfahndung hat den Betrieb mehrmals mit einem Grossaufgebot "besucht".
Soviel zur Kompetenz derf Geschäftsführung.
Aber wie sagt man so schön.. Hochmut kommt vor dem Fall!

 
Thomas K., vor 21 Tagen um 14:21 Uhr Klaus-Dieter Schülke Zum Kommentar von Klaus-Dieter Schülke
Herr Schülke hat 743.000,- DM Schulden hinterlassen, bei Herrn Huntebrinker, Habemat, bei der GbR Ledendecker/Zimmer, bei der Allegro-Möbel GmbH, 3 Monate keinen Lohn gezahlt. Wir haben Herrn Schülke bei der Ecotec eine Chance gegeben, die nicht von ihm genutzt wurde.

 
Klaus-Dieter S., Mittwoch, März 21 um 10:40 Uhr Herr Kosfeld ist Machtergreifend und Rachsüchtig. Die Firma Allegro-Möbel GmbH in Melle Spengerstr. Unter der Leitung von Frau Ledendecker und Herrn Manfred Zimmer in den anfangsjahren haben einen Mann ins Boot geholt der von anfang an Machtergreifend war. Es ist Thomas Kosfeld. Thomas Kosfeld ist im Jahr 2000 zu der Firma Allegro-Möbel dazu gekommen. Bis dahin gab es die, vom Anfang an des Aufbau der Firma Allegro-Möbel eine Zusammenarbeit mit der Firma Schülke Montagen-Verpackung und Oberflächenbearbeitung, Heute die Firma Ecotec GmbH. Geschäftsführer der Ecotec GmbH war Thomas Kosfeld. Herr Kosfeld hat es schon damals verstanden sich die Situation mit der Firma Schülke zunutze zu machen und Herrn Schülke, der Inhaber der Firma Schülke war, unter den damaligen Umständen mit Einverständnis der Geschäftsführer der Allegro Möbel, Frau Ledendecker und Herrn Zimmer wieder als Betriebsleiter in der Firma Ecotec GmbH einzusetzen. Herrn Kosfeld war das wohl ein Dorn im Auge und hat nach Gründen gesucht die Geschäftsleitung zu überzeugen Herrn Schülke aus dem Betrieb zu entlassen. Der Vorwurf war unter anderm auch Angebliche Telefonate vom Firmentelefon 190ziger Nummern gewählt zu haben. Das war natürlich ein triftiger Grund auch für die Geschäftsleitung der Firma Allegro Möbel gewesen und hat Herrn Kosfeld freie handhabe gegeben, entsprechend zu andeln. Denn mit Herrn Schülke wollte man kein Persönliches Gespräch diesbezüglich mehr führen. Wenn ich heute die Situation der Allegro Möbel GmbH betrachte, hat man wohl doch den falschen Mann als den Kaufmännischen Geschäftsführer an der Spitze gehabt. Ich kann nur vor solch einen Menschen, wie der Herr Kosfeld gehandelt hat, Warnen. Zu der Firma Allegro Möbel GmbH kann ich sagen, sie war gegenüber Ihren Mitarbeitern und zu Ihren Zulieferbetrieben immer aufgeschlossen und Ehrlich gewesen. Alle Verbindlichkeiten die in der Verantwortung der Allegro-Möbel GmbH lagen sind stehts fristgemäß bedint und erledigt worden. Ich wünsche der Firma Allegro Möbel GmbH die Kraft die sie brauchen um aus der Situation zu kommen. Herr Manfred Zimmer und Frau Petra Ledendecker wären da das Team das kompetent ist und über gute Kontakte am Markt verfügt, es wieder auf dem rechten Weg bringen kann.
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