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Pöttering lobt ehrenamtliches Engagement in Bawinkel
Bawinkel. Angetan vom ehrenamtlichen Engagement in der Gemeinde Bawinkel zeigte sich der ehemalige Präsident des europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering. In seiner Festrede beim Neujahrsempfang würdigte er ausdrücklich den beispielhaften Zusammenhalt in Bawinkel.
Das Ehrenamt habe nach seiner festen Überzeugung gerade auf kommunaler Ebene eine große Bedeutung, betonte der Europapolitiker. „Wenn es auf kommunaler Ebene nicht stimmt, wie soll es dann auf nationaler oder gar auf Europa-Ebene aussehen?“, so Pöttering.
Für viele Menschen sei „Europa“ weit weg. Doch dort werde beispielsweise auch entschieden, wie zum Beispiel die Zukunft in Bawinkel aussehe. Pöttering griff in dem Zusammenhang die mehrfach von Bürgermeister Adolf Böcker erwähnten „Leadermittel“ auf, mit denen Projekte in der Region gefördert würden.
Frieden ist ein Verdienst
Ein Verdienst des gemeinsamen Europa sei sicherlich auch, dass hier über 500 Millionen Menschen in 27 Mitgliedstaaten friedlich miteinander leben. Es werde oftmals die Situation vor dem Fall der Mauer in Deutschland und Europa verdrängt.
Pöttering, der dem Europaparlament seit 1979 angehört, erinnerte an seine ganz persönlichen Erfahrungen, als ehemalige GUS-Staaten in die EU aufgenommen wurden. „Vor diesem Hintergrund sollten wir alle die Kraft und den Mut haben, die sicherlich auch noch vor uns liegenden Probleme anzupacken“, rief der Festredner zu Optimismus auf. Insbesondere die junge Generation sei gefordert, sich für Frieden und Freiheit in Europa und der ganzen Welt einzusetzen.
In seinen Ausführungen ging Pöttering auch auf die aktuelle Schuldenkrise und die Situation in einigen Mitgliedsländern ein. Ausdrücklich stellte er fest, dass es sich nicht um eine Euro-Krise handele. In einigen Ländern werde es schwierig werden, die Dinge in den Griff zu bekommen. In der Gemeinschaft sei Solidarität gefragt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die betroffenen Länder die Probleme lösen werden.“
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