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Riemsloh: Hagedornweg als Autobahnzubringer missbraucht
Riemsloh. Ein Durchfahrtsverbot mit „Anlieger frei“ wünschen sich die Anwohner für den Hagedornweg in Krukum, der nach ihren Beobachtungen zunehmend als Abkürzung und Autobahnzubringer missbraucht wird. Mit ihrem Anliegen stießen sie im Ortsrat auf offenen Ohren und einhellige Unterstützung.
Das Ordnungsamt hat Messungen mit dem Verkehrszählgerät im Frühjahr, im Sommer zur Erntezeit sowie im Herbst 2012 zur Maisernte zugesagt, um sich einen Überblick über das Verkehrsaufkommen und die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten zu verschaffen. „Was sollen da noch Zählungen ergeben?“, fragte sich im Ortsrat nicht nur Ursula Buermeyer (Grüne). Für alle lag klar auf der Hand, dass der Wunsch der Anlieger berechtigt ist.
Bei Begegnungsverkehr gibt es nur wenige Ausweichmöglichkeiten auf privaten Grundstückszufahrten. Neben Pkw, die den kürzesten Weg zum Gerdener Gewerbegebiet suchen oder zur Autobahnauffahrt Riemsloh, seien auch immer mehr Lkw und landwirtschaftliche Fahrzeuge auf dem Hagedornweg Richtung Firma Bio-Construct unterwegs. Der Hagedornweg sei weder in der Breite noch mit seiner Fahrbahndecke für diesen Verkehr und schwere Fahrzeuge ausgelegt, verdeutlichte als Anlieger Norbert Wiegand die Situation.
Das Thema Verkehr beschäftigte den Ortsrat noch in einigen Punkten: Um die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt Groß Aschen zu reduzieren, forderte im Namen der SPD-Fraktion Siegfried Göhner Markierungsmaßnahmen auf der K 209, die optisch auf den Beginn des Ortes hinweisen. Vorher sollte bereits die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduziert werden. Dies wurde von allen Fraktionen unterstützt. 2008 seien Messungen ohne Ergebnis im Sand verlaufen, erinnerte Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt. „Den Ball nehmen wir jetzt wieder auf.“
Wer aus dem Ärztehaus kommt und Brötchen holen will, landet vielleicht gleich wieder im Ärztehaus – ansehen und verbessern möchte der Ortsrat die manchmal hektisch-chaotische Situation auf dem Parkplatz vor Bäckerei und Ärztehaus mit den vielen Zu- und Auffahrten.
Bei Wind bläst das Häckselgut von den Anhängern und nachfolgenden Autofahrern vor die Windschutzscheibe, bei Nässe bleibt es auf der Straße liegen und verunreinigt die Fahrbahn – als wachsendes Problem wurde von Ursula Buermeyer überladene Anhänger und fehlende Abdeckungen von Ladungen angesprochen, die Richtung Firma Bio-Construct transportiert werden.
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18.05.2012
