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Umsatz im Bereich Wassertourismus verdoppelbar
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Quelle: hoe/Ems-Zeitung 18. Januar 2012 16:57 Uhr

Studie sieht Potenzial entlang der Ems

Umsatz im Bereich Wassertourismus verdoppelbar

Leer/Rheiderland. „Wie sieht es aus mit der Wirtschaftlichkeit des Wassertourismus?“ Diese Frage stellte Harald Geißler zuerst, bevor er im Maritimen Kompetenzzentrum in Leer die Konzeptstudie zur Entwicklung des Wassersportreviers Ems-Dollard vorstellte. Dabei bezog er sich auf die motorisierte Sportbootschifffahrt, mit der sich im Fremdenverkehr durchaus Geld verdienen lässt. Die Frage ist allerdings, in welchem Umfang Investitionen in diesem Bereich lohnend sind.

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Harald Geißler ist bei der BTE, einem Büro für Tourismusmanagement und Regionalentwicklung, in Hannover tätig. Es erstellte im Auftrag des Landkreises Wittmund für die Wachstumsregion Ems-Achse die Konzeptstudie zum „Wassersportrevier Ems-Dollard“.

„Investitionen sollen ja auch Umsätze entgegenstehen“, so Geißler. Er schätzt den jährlichen Umsatz durch die motorisierte Sportschifffahrt auf rund 1,4 Millionen Euro. „Das ist kein riesengroßer Wert und entspricht vom Umsatz her einem kleinen Campingplatz mit 100 Stellplätzen.“

Potenzial vorhanden

Ein Potenzial für das Revier Ems-Dollard sieht Geißler in niederländischen Touristen. Auch maritime Ferienanlagen können nach seiner Ansicht Gäste anziehen. Bei Ausnutzung aller Potenziale ließe sich der jährliche Umsatz auf insgesamt drei Millionen Euro steigern. Bis zu 40 zusätzliche Arbeitsplätze könnten nach Angaben des Tourismus-Fachmanns geschaffen werden.

„Langfristig denken“

„Man muss langfristig denken“, ist der Erfolg für Geißler nicht schnell erreichbar. Den Kommunen legt er nahe, gemeinsam gegen die Verschlickung der Häfen zu kämpfen und die vorhandene Infrastruktur der Gewässernetze zu sichern und zu verbessern. Er hält es für wünschenswert, ein „Netzwerk“ aus Jachthäfen, Marinas, Liegeplätzen und Rastplätzen im Sportboot-Revier zu schaffen. Dabei sollten die Kommunen die Wirtschaft mit einbinden. „Die Standorte müssen in der Region noch ausdiskutiert werden“, macht er in seiner Studie dazu keine Vorgaben.

Der Appell von Hans Hinrichs, Erster Kreisrat des Landkreises Wittmund, beschwor sodann auch das große gemeinsame Ganze. „Wir müssen alle miteinander daran arbeiten, nicht nur die eigenen Interessen zu sehen und an einem Ziel arbeiten.“ Der Landkreis Wittmund hat die Federführung für die Konzeptstudie übernommen, die auf eine Initiative des Arbeitskreises „Erholung auf dem Wasser“ des Vereins „Wachstumsregion Ems-Achse“ zurückgeht. In ihm sind die Landkreise Leer, Emsland, Aurich, Wittmund und Grafschaft Bentheim sowie die kreisfreie Stadt Emden zusammengeschlossen.

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