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Kolping in Deutschland will sein Profil stärken
rav Salzbergen. Das Kolpingwerk Deutschland will keine „Schwarzmitgliedschaften“ mehr. Das wurde jetzt im Rahmen des Gebietswochenendes für die Bereiche Osnabrück und Bremen sowie Emsland, Grafschaft Bentheim und Ostfriesland im Kolping-Bildungshaus in Salzbergen besprochen. Eingebunden in den Zeitrahmen war die gemeinsame Diözesankonferenz.
Unter dem Thema „Auf deinen Beitrag kommt es an“ informierte Klaus Bönsch, Teamleiter des Mitgliederservice beim Kolpingwerk Deutschland, über das Projekt „Begleitung und Beratung von Kolpingsfamilien“ (BuB) mit dem vorrangigen Ziel, das inhaltliche Profil mithilfe sogenannter Praxisbegleiter zu schärfen und entsprechende Ziele zu erarbeiten.
Ausführlich ging Bönsch auch auf die Verwendung der Gelder durch das Kolpingwerk ein. Mit einem Beitragsvolumen von sechs Millionen Euro würden u.a. die Diözesanverbände unterstützt, die verbandlichen Druckmedien und öffentlichkeitswirksame Kampagnen finanziert. Um zukünftige Beitragserhöhungen auszuschließen und die Verbandsarbeit langfristig abzusichern, sei ein wachsender Kapitalstock eingerichtet worden.
Ein Problem stelle nach wie vor die sogenannte Schwarzmitgliedschaft dar. Aktuell gehe das Kolpingwerk Deutschland von 50000 Mitgliedern, die von ihren örtlichen Kolpingfamilien „aus falsch verstandenem Sparwillen“ der Kölner Zentrale nicht gemeldet seien, aus. Ihnen würden nicht nur die Mitgliederrechte, sondern auch der Versicherungsschutz vorenthalten. Und dem Verband fehlten jährlich rund eine Million Euro, unterstrich Bönsch. Man sei bemüht, den Betroffenen und deren Kolpingsfamilien Wege einer Integration aufzuzeigen.
Diözesanvorsitzender Norbert Frische stellte das bis Juni 2013 laufende Projekt „Unsere Kolpingsfamilie soll wachsen“ vor. Wie bei „BuB“ gehe es darum, das Profil der Kolpingsfamilien zu stärken. Zudem ziele das Projekt darauf ab, das Image von Kolping aufzupolieren und Mut zur überzeugenden Mitgliederwerbung zu machen. Dem Ideenreichtum der einzelnen örtlichen Gruppen seien keine Grenzen gesetzt, betonte Frische. Für besonders originelle und erfolgreiche Projekte seien Preise ausgelobt worden.
Ständiger Austausch
Der Leiter des Bildungshauses, Markus Silies, verwies auf das 25-jährige Bestehen des Kolping-Bildungswerkes im DV Osnabrück am 3. Juni, die Diözesanversammlung in Rulle am 24. Juni und die Karfreitagswallfahrt nach Wietmarschen mit Domkapitular Alfons Strodt hin.
Der wiedergewählte Gebietsvorsitzende Matthias Franke kritisierte die mangelhafte „Rückkopplung“ vom Bildungswerk zu den Verantwortlichen des Diözesanverbandes. Diözesansekretär Stefan Düing widersprach mit dem Hinweis, dass ein ständiger Austausch sehr wohl stattfinde, dieser jedoch intensiviert werden könnte.
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