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Elisabeth Jans-Westerlage Vorsitzende
ssj Neuenkirchen. Bei den Landfrauen Neuenkirchen hat ein Wechsel im Vorstand stattgefunden: Die Generalversammlung wählte Elisabeth Jans-Westerlage zu ihrer neuen Vorsitzenden. Marianne Hüls, die das Amt bislang bekleidete, stand nicht mehr zur Verfügung. Neue zweite Vorsitzende wurde Christa Melcher. Das Amt der Schriftführerin bekleidet nun Annegret Höger.
Vertrauensfrauen sind Karin Wilke für Lintern, Annegret Vornheder für Neuenkirchen, Monika Abing für Limbergen, Petra Hackmann für Steinfeld und Meriam Keurentjes für Vinte. Doris Langelage wurde für den Ausschuss Landwirtschaft und ländlicher Raum gewählt. Marianne Hüls bedankte sich bei den neuen wie auch den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern. Sie freue sich, dass sich so viele jüngere Frauen bereiterklärt hätten, Verantwortung zu übernehmen. „Es wartet Arbeit auf euch, aber auch viel Freude“, erklärte Marianne Hüls, die die Versammlung mit einem Rückblick auf das abgelaufene Jahr begonnen hatte. Zahlreiche Aktionen in der Gemeinde waren von den Landfrauen begleitet worden, so auch der Bauernmarkt im September, der nach Worten der Vorsitzenden ein großer Erfolg war.
Als Referentin sprach Pastorin Dorit Asendorf aus Ueffeln zum Thema „Familien in der Bibel“. Familie sei in der Menschheitsgeschichte nie etwas Statisches gewesen, und wenn man einen Blick in die Bibel werfe, so stelle man fest, dass das Familienbild so vielfältig sei wie heute, erklärte die Pastorin. Der Begriff „Familie“ werde in der Bibel gar nicht verwendet. Vielmehr finde man als Synonym die Begriffe „Zelt“ oder „Haus“. Das bedeute nichts anderes, als dass alle Personen, die in einer Hausgemeinschaft lebten, mehr oder weniger zur Familie gezählt worden seien.
In diesen Gemeinschaften habe es durchweg „gemenschelt“, es seien keine Musterfamilien gewesen. So hätten nicht nur Kain und Abel geschwisterlichen Streit gehabt, sondern auch Josef mit allen sein Brüdern, die ihn schließlich verkauft hätten. Ehefrauen seien damals Eigentum des Ehemannes gewesen, aber so altmodisch sei das nicht, wenn man sich einmal vor Augen halte, dass hierzulande noch in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Frau die Unterschrift ihres Mannes benötigt habe, um einen Kühlschrank zu kaufen, erklärte Dorit Asendorf.
Zu biblischen Zeiten hätten die Väter die Ehen für ihre Töchter ausgehandelt, und so hätten die damaligen Frauen vor der Ehe im Haus des Vaters, anschließend im Haus des Mannes gelebt. Seien sie ohne Kinder verwitwet, dann hätten sie ihren Schwager geheiratet, um versorgt zu sein. Männer hatten durchaus auch mit ihren Mägden, die mit zum Hause gehörten, Kinder gezeugt.
Die Familie mit Vater, Mutter und Kind, wie wir sie heute als Idealbild sähen, habe es nicht gegeben, sondern vielmehr Gemeinschaften in unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Sich mit dem Bild der Familie in der Bibel zu beschäftigen könne helfen, die heutige Vielfalt der Lebensgemeinschaften viel gelassener zu betrachten, meinte Dorit Asendorf.
Als Familie könne heute, abweichend vom heutigen Idealbild, eher ein Schutzraum verstanden werden, in dem Menschen Gemeinschaft, Freundschaft und Zusammenhalt geboten werde, eine Aufgabe, die eine christliche Gemeinde übernehmen solle.
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