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Experimente: Von Halbleitern bis zu Frikadellen
Bielefeld. Was hat eine Frikadelle mit Insulin zu tun? Kann man die spannungsvolle Beziehung zwischen Halbleiter und Supraleiter mit einem roten Kuschelherz erklären? Oder Stammzellenforschung mit einem Straußenei? Kosmologie, Küchenutensilien und die Geschwindigkeiten des Universums, wie passt das zusammen? Beim weltweiten Talentwettbewerb „FameLab-Talking Science“ präsentieren junge Wissenschaftler ihre Forschung in spannenden drei Minuten – mit Sprachwitz, Wortgewalt und persönlicher Begeisterung – ohne Power Point oder spektakuläre Experimente.
Nach einem erfolgreichen Start 2011 in den Städten Bielefeld, Hamburg, Karlsruhe, Lübeck und Potsdam nehmen 2012 bereits sieben Bundesländer am FameLab-Germany teil: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg/ Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein. „Ein großer Erfolg, der uns bestätigt, dass in der nationalen Wissenschaftsszene ein Bedarf nach neuen, ungewöhnlichen Formaten der Kommunikation mit der Öffentlichkeit besteht“, sagt Annette Klinkert, Leiterin des Wissenschaftsbüros der Bielefeld Marketing GmbH.
Auf Initiative des Wissenschaftsbüros findet dieser internationale Wettbewerb in Deutschland statt. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem British Council Germany und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft diesen renommierten Wettbewerb in Deutschland etablieren konnten“, so Klinkert.
Und so funktioniert ein FameLab: Teilnehmen dürfen junge Wissenschaftler aus den Bereichen Naturwissenschaften und Technik, Geologie, Mathematik, Informatik, Psychologie oder Medizin. In den regionalen Vorentscheiden wählen hochkarätig besetzte Jurys live und vor großem Publikum jeweils zwei Landesvertreter für das nationale Finale in Bielefeld aus. Dort fällt am 31. März die Entscheidung, wer Deutschland beim CheltenhamScience Festival im Juni vertreten darf. Zu den internationalen Regeln des FameLab zählt, dass kein Vortrag länger als drei Minuten sein darf und auf einer Fläche von einem Quadratmeter stattfinden muss.
Neben Ruhm und Ehre und geringen Preisgeldern gewinnen die Teilnehmer Know-how und Kontakte zu national anerkannten Wissenschaftskommunikatoren. Die Gewinner der regionalen FameLabs werden zu einer zweitägigen Meisterklasse nach Berlin eingeladen, bei der sie von internationalen Trainern, darunter BBC-Journalisten, in Präsentation und Rhetorik geschult werden. Der deutsche Finalist gewinnt schließlich die Reise zum internationalen Finale beim Cheltenham Science Festival in England.
Renommierte Partner unterstützen das neue Format, wie die Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und die Initiative „Wissenschaft im Dialog“. Die internationale Vernetzung mit FameLab-Austragungsorten weltweit übernimmt der British Council, national begleitet der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die Entwicklung dieses jungen Wettbewerbs.
Tickets für den NRW-Vorentscheid (28. Januar) und für das Bundesfinale (31. Januar), jeweils um 19 Uhr, im Bielefelder Ringlokschuppen gibt es für fünf Euro (ermäßigt vier Euro) in der Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, Tel. 0521/516999, touristinfo@bielefeld-marketing.de.
Informationen und Videos von Teilnehmern aus anderen Bundesländern auch im Internet unter www.famelab-germany.de.
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