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Ausbau der Lengericher Ortsmitte geht weiter
vb Lengerich. Möglichst noch im März soll im Ortskern von Lengerich mit der Sanierung und Umgestaltung der Kirchstraße sowie des Kriegerehrenmals begonnen werden. Die Beschlüsse über die Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung der Baumaßnahmen fassten die Mitglieder des Gemeinderates am Montagabend.
Vertreter der Ingenieurgesellschaft Lindschulte hatten das Millionenprojekt zuvor noch einmal ausführlich vorgestellt. Diskutiert wurde vor allem das im Bereich des Kriegerehrenmales notwendige Schachtbauwerk, welches durch hydraulische Verbesserungen zu einem sicheren Abfließen des Regenwassers im besonders tief gelegenen Teil der Kirchstraße beitragen soll. Das Problem ist, dass das rund 5,50 mal 4,50 Meter große und 2,20 Meter hohe Bauwerk so groß ist, dass über diesem Schacht lediglich noch zehn Zentimeter für den Unterbau der Straße zur Verfügung stehen. „Ich bin kein Baufachmann, aber zehn Zentimeter Unterbau sind doch arg wenig. Werden wir hier nicht durch Wellen im Pflaster recht schnell Probleme bekommen?“, fragte der stellvertretende Bürgermeister Alfred Lampa.
Wellen im Pflaster?
Laut der Planer soll eine in diesem Bereich besonders hochwertige Verdichtung des Materials dafür sorgen, „dass die Setzungen möglichst gering ausfallen. Ganz ausschließen können wir sie aber tatsächlich nicht. Es wird hier aber kein großes Problem geben“, versprach der verantwortliche Ingenieur Dirk Brunhöver. Letztlich gäbe es solche Probleme bei jedem Brückenbauwerk. Und nur durch ein solches Bauwerk – welches aufgrund seiner Ausmaße auch vor Ort hergestellt werden muss – kann künftig gewährleistet werden, dass das Regenwasser schnell und ohne Probleme abfließen kann.
Die Kirchstraße selbst soll in vier Bauabschnitten ausgebaut werden; die erwarteten Kosten einschließlich der Beleuchtung belaufen sich auf 880000 Euro. Zusätzlich fallen Kosten für Ingenieurleistungen, die Ausstattung sowie die Eingrünung an. Der fünfte Bauabschnitt der mit 47 Wochen veranschlagten Maßnahme umfasst die Neugestaltung des Kriegerehrenmals. Hier soll auch ein Flusslauf entstehen. Der Planer bezifferte die Kosten dafür mit rund 50000 Euro und die jährlichen Unterhaltungskosten auf rund 3200 Euro.
Die Baumaßnahmen sollen in Kürze ausgeschrieben werden – und zwar in einem beschränkten Verfahren. Dies bedeutet, dass die Verwaltung gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern Gerd Wübbe und Alfred Lampa acht bis zehn Firmen aussucht, die angeschrieben und zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert werden.
Einstimmig beschloss der Rat abschließend, dass das Büro Lindschulte für gut 8700 Euro auch ein Entwässerungskonzept für das Gewerbegebiet „Am Ostrum“ erarbeiten soll. Auch diese Maßnahme soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
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18.05.2012
