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Abrissbagger gibt alter Schule in Papenburg den Rest
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Autor: Gerd Schade 17. Januar 2012 18:22 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Abbruch hat begonnen

Abrissbagger gibt alter Schule in Papenburg den Rest

gs Papenburg. Die Tage des alten Schulgebäudes an der Kleiststraße in Papenburg sind endgültig gezählt. Anfang Januar wurde der marode 70er-Jahre-Bau zunächst entkernt, seit dieser Woche rückt ihm der Abrissbagger zu Leibe. Durch den Abbruch des Altbaus wird buchstäblich der Weg für einen neuen Busbahnhof geebnet. Zudem soll eine Park- und Gartenlandschaft angelegt werden. Das Finanzvolumen umfasst nach Angaben der Stadt Papenburg insgesamt knapp 1,4 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein.

 
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Der Busbahnhof an der Kleiststraße in Papenburg entsteht zu einem großen Teil an der Stelle des ehemaligen Schulzentrums. Grafik: SchröderArchitekten, Bremen

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Garfield blickt direkt ins Freie. Dem alten Klassenraum, dessen Rückwand noch bunte Bilder mit dem gefräßigen Comic-Kater zieren, fehlt bereits die komplette Fensterfront. Der Abrissbagger hat bereits ganze Arbeit geleistet. Nun rückt er auf schweren Ketten weiter vor. Mit einem gezielten „Biss“ schnappt sich der Greifer einen Satz gelber Rollos vor dem nächsten Klassenzimmer und legt ihn behutsam beiseite. Dann drückt der Greifer die Fensterscheiben ein, als wären sie ein Stück Folie. Glas splittert, Rahmen zerbersten. Krachend fällt die nächste Sektion der Fensterfront in sich zusammen. Der Abriss schreitet voran.

Die herausgebrochenen Bauteile machen auf den ersten Blick deutlich, wie spärlich das Gebäude isoliert war. Mit einem Kuhfuß trennt ein Bauarbeiter Überreste der metallenen Außenhaut von dürftigem Dämmmaterial. An den Rohrleitungen in dem Gebäude wurde seinerzeit auch Asbest verarbeitet. Dieser wird nach den Worten von Christel Jansen, Leiterin des Fachbereiches Zentrale Gebäudeverwaltung der Stadt, von einer Spezialfirma gesondert entsorgt.

Die Substanz des alten Gebäudes zeige, wie richtig der Neubau der Heinrich-von-Kleist-Schule nebenan gewesen sei, sagt Stadtsprecher Matthias Heyen. Im vergangenen Dezember zogen die rund 500 Schüler und 40 Lehrer in den schmucken 10-Millionen-Euro-Neubau ein. Das Gebäude wurde im Zuge einer öffentlich-privaten Partnerschaft (Public Private Partnership, kurz PPP) zwischen Stadt und einem privaten Investor, der Bremer Niederlassung des Bauunternehmens August Prien (Hamburg), errichtet. Die Hanseaten haben auch die Federführung bei den anstehenden Arbeiten. Auch hier greift das PPP-Modell.

Nach dem Abriss des alten Gebäudes, der bis Ende März veranschlagt ist, soll mit dem Bau des Busbahnhofs begonnen werden. Er ist so konzipiert, dass seine Kurve direkt an das neue Schulgelände angrenzt (siehe Grafik). Auf einem Teil des jetzigen Busbahnhofes werden Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten für Schüler geschaffen, die mit dem Auto gebracht beziehungsweise abgeholt werden. Die Planer sprechen in diesem Fall von einer Kiss-and-Ride-Zone. Die Gestaltung der Außenanlagen umfasst darüber hinaus die Schaffung von Grünzonen und Wegen, überdachten Fahrradstellplätzen, Rollerparkplätzen, Tischtennisplatten, eines Beachvolleyball- und Streetballfeldes sowie von Spielgeräten. „Im Grunde wird im Zuge des Neubaus drum herum alles neu gestaltet“, sagt Fachbereichsleiterin Jansen. Dazu gehört auch eine neue Pflasterung vor der Sporthalle. Sie bleibt nach Angaben der Stadtverwaltung wegen der Arbeiten an diesem Freitagnachmittag sowie am Samstag geschlossen.

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