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Neuenkirchen: Tag der offenen Tür gab Einblicke in den Schulalltag
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Autor: Norbert Wiegand 16. Januar 2012 19:20 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Neuenkirchen: Tag der offenen Tür gab Einblicke in den Schulalltag

Neuenkirchen. In Schnupperstunden sowie bei Erkundungen der Gebäude und Unterrichtsräume konnten sich Schüler und Eltern praxisnahe Eindrücke von der Wilhelm-Fredemann-Realschule und der Oberschule Neuenkirchen verschaffen.

 
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Die Schulküche und ihre leckeren Lernergebnisse wurden beim Tag der offenen Tür gerne getestet und schmeckten ausgezeichnet. Fotos: Norbert Wiegand Selbst entwickelt: Tobias Bräuer und Florian Wißmann (10a) zeigen ein eigenes Produkt aus dem Technik-Unterricht. Am virtuellen Design für selbst produzierte Schaltungen und Geräte arbeiteten Marius Mestemacher und seine Mitschüler vor den Augen der Besucher.

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Beim Tag der offenen Tür gingen zahlreiche Mädchen und Jungen durch die Flure, um im 15-Minuten-Takt Einblicke in den Unterricht in Deutsch, Physik, Kunst, Chemie oder Englisch zu bekommen. Während sich die Schüler aus den vierten Klassen der Grundschulen und einige Eltern über die Arbeitsweisen in den Schulstunden informierten, testete der größere Teil der Mütter und Väter die Angebote aus der Schulküche in der Cafeteria. In der Pausenhalle und den Fluren richtete sich das Interesse auf aktuelle Schulbücher, Beispiele für Klassenarbeiten oder Unterrichtsergebnisse.

In den Unterrichtsproben ging es aber keineswegs nur um „trockene“ Lerninhalte, sondern durchaus auch um anschauliche Präsentationen. So zeigten Realschüler aus der 10a das alte Videospiel „Pong“, das sie selbst elektronisch, technisch und gestalterisch neu aufbereitet haben. „In unserem Technik-Unterricht geht es ganz praktisch um Produktentwicklung“, erklärte Tobias Bräuer aus der 10a. Ein weiteres neues Projekt präsentierte Florian Wißmann (10a): Die Platine (Leiterplatte) für das legendäre PC-Spiel Pac-Man konnte er bereits voll funktionsfähig vorstellen.

An der optischen Gestaltung der Gehäuse der eigenen technischen Geräte arbeitete derweil Marius Mestemacher in der „Design-Abteilung“. „Vielleicht erwächst aus diesem praktisch ausgerichteten Unterricht eines Tages noch eine florierende Schülerfirma“, blickte der stellvertretende Schulleiter Dietrich Kindermann hoffnungsvoll in die Zukunft.

„Neben Technik sind Französisch und Wirtschaft die weiteren Säulen unserer Schule“, erklärte Kindermann. Der Wahlpflichtkurs Wirtschaft informierte über seine Arbeit im vergangenen Halbjahr mit einigen „Events“, zu denen ein toskanischer Abend mit Sponsorenessen gehörte. Für Unterhaltung und gute Laune sorgten derweil eine französische Theatervorführung und musikalische Darbietungen der Schüler.

Dem Tag der offenen Tür zum „Hineinriechen in die Schule“ war im Dezember ein Infoabend für die Eltern von Viertklässlern vorausgegangen. „An diesem Abend haben wir ausführlich unsere Planungen für die neuen Oberschulklassen erläutert“, erklärte Schulleiterin Sandra Apeler. Der Start solle den neuen Schüler mit Patenschaften von Zehntklässlern, Einführungs- und Kennenlerntagen erleichtert werden. In der Orientierungsphase werde großenteils dann zunächst der Lernstoff aus der Grundschule wiederholt.

An zwei Tagen der Woche haben alle Oberschüler bis 15.30 Uhr Ganztagsunterricht, an den anderen Schultagen findet ein freiwilliges Wahlangebot statt. Wenn die Schüler bis 15.30 Uhr Unterricht haben, gibt es keine Hausaufgaben zum nächsten Tag. „Insgesamt wird das Schulleben ruhiger, weil für alles mehr Zeit zur Verfügung steht“, meinte Apeler. Einige Punkte sind der Leiterin der „überschaubaren Schule im Grünen“ besonders wichtig, dazu zählen: Sozialtrainings, eigenständige Lernzeiten, Förder- und Forderkurse durch Lehrer, ein wachsendes Prinzip der Doppelstunden, eine persönliche Atmosphäre für jeden einzelnen Schüler, Projekte und Projektwochen, Schulfeste, Zusammenarbeit mit den Grundschulen und die Einbindung der Eltern in die Schulentwicklung.

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