Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Hasbergen

|

Für Hagen, Hasbergen und Bissendorf gilt:Denkpause bei der Oberschule
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Autor: Wolfgang Elbers 13. Januar 2012 17:40 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Gymnasialer Zweig abgelehnt – Reaktionen

Für Hagen, Hasbergen und Bissendorf gilt:Denkpause bei der Oberschule

Hagen/Hasbergen/Bissendorf. Hagens Bürgermeister Peter Gausmann hat trotz der negativen Signale aus dem Kreishaus noch die Hoffnung, dass es am Ende eine „Lex Hagen“ beim Thema Oberschule mit gymnasialem Zweig gibt. Sein Bissendorfer Amtskollege Guido Halfter ist dagegen einfach nur „sprachlos“ und hat so etwas in seiner zehnjährigen Amtszeit noch nicht erlebt, während Hasbergens Bürgermeister Frank Stiller die Ursache des Problems in einem Anfang 2011 von der Landtagsmehrheit überhastet verabschiedeten Schulgesetz sieht.

 
Die Oberschulen in Hagen, Hasbergen und Bissendorf müssen auf ihren gymnasialen Zweig vorerst verzichten. Foto: Simon Göhler  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








Die drei Gemeinden zählen zu den zehn Kommunen im Landkreis, die im August mit einer Oberschule gestartet sind. Und Hagen, Hasbergen und Bissendorf haben den Antrag für einen gymnasialen Zweig ab dem neuen Schuljahr gestellt, dem die Kreisverwaltung die Zustimmung versagen will, da zunächst ein kreisweiter Schulentwicklungsplan erstellt werden soll.

Aus Sicht der Kirschgemeinde steht fest, dass die Genehmigung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig am Standort in keiner Weise der weiteren Schulstrukturentwicklung entgegenstehen würde. Gausmann: „Bei einer Ablehnung ist wegen der Landtagswahl auch nicht von einer Entscheidung bis zum Schuljahr 2013 auszugehen, was für unsere Gemeinde wahrscheinlich weitreichende Folgen hätte.“ Er fürchtet, dass ohne das erweiterte Oberschulangebot aufgrund der demografischen Entwicklung mittelfristig das Hagener Schulzentrum gefährdet ist: „Wir hatten hier einmal 900 Schüler und werden in zwei bis drei Jahren voraussichtlich am Standort unter die Zahl von 400 sinken.“

Das habe Folgen für das vorgehaltene schulpädagogische Angebot, dessen heutiger Stand nicht zu halten wäre. Die Erweiterung des Oberschulangebots um einen gymnasialen Zweig sei von elementarer Bedeutung, um die Schulstruktur zu sichern. Gausmann kämpferisch: „Es gibt keine Sachgründe für eine Ablehnung. Alle Seiten haben uns signalisiert – ihr seid prädestiniert für die Zustimmung zum gymnasialen Zweig. Wir haben noch nicht aufgegeben.“

Auch Bissendorfs Bürgermeister weiß, dass jetzt alles „in der Hand der Kreistagsabgeordneten liegt“. Guido Halfter: „Ich bin fassungslos über den meines Erachtens äußerst intransparenten schulpolitischen Schnellschuss der Kreisverwaltung, für den mir bislang keine triftigen Gründe genannt werden konnten.“

Es seien wie in Hagen alle Voraussetzungen für einen gymnasialen Zweig erfüllt. Halfter: „Ich erinnere an dieser Stelle an den erheblichen Arbeits-, Zeit- und Kostenaufwand, die engagierte Vorbereitung der Schule, die auf große Resonanz gestoßene Elterninformation und die einstimmige politische Beschlusslage.“ Für ihn ist die Situation, dass jetzt erst ein Schulentwicklungsplan erarbeitet werden soll, umso unverständlicher, da er bereits Anfang 2010 öffentlich gegenüber dem Landkreis eine kreisweite Schulentwicklungsplanung eingefordert habe, was aber seinerzeit nicht weiterverfolgt worden sei.

Hasbergens Bürgermeister Frank Stiller reagiert – wie es seine Art ist – gelassen auf die Position der Kreisverwaltung: „Ich warte zwar noch auf die offizielle Mitteilung des Kreises, dass es keine Genehmigung für einen gymnasialen Zweig geben wird, aber die Zeichen sind eindeutig. Das Problem ist, dass das Schulgesetz gut gemeint, aber schlecht gemacht ist.“ Es müsse eine Vereinbarung zwischen dem Kreis als Schulträger der Gymnasien und den Kommunen getroffen werden, die eine Oberschule mit gymnasialem Zweig planen, und die gebe es aber noch nicht.

Stiller kann der Situation, die durch die Kreisverwaltung entstanden ist, auch etwas Positives abgewinnen: „Vielleicht ist es gut, dass erst einmal ein Schulentwicklungsplan erarbeitet wird. Nach dem Unsinn, den die Landesregierung an den Universitäten treibt, sollte sich so etwas im Schulbereich nicht noch einmal wiederholen.“

Lesen Sie auch ...

 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: