·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Luisa Neerschulte vom ESV Lingen rudert jetzt einen „Porsche“
Lingen. „Es ist das Beste, was es derzeit gibt“, schwärmt die Lingener Ruderin Luisa Neerschulte von ihrem neuen Boot Marke „Empacher“. Diesen „preislich und qualitativ ‚Porsche‘ unter den Bootsbauern“ rudern zu dürfen, hat die 17-jährige Wirtschaftsgymnasiastin und zweifache deutsche Meisterin nicht nur Sponsoren, sondern auch ihren Eltern und dem Verzicht auf ein eigenes Auto zu verdanken.
„Ich hätte zum 18. Geburtstag das gebrauchte Auto meiner Mutter bekommen können, habe aber das Boot vorgezogen“, erklärt die Leistungssportlerin des ESV Lingen. Gemeinsam mit Sponsoren, einem Zuschuss ihrer Eltern und dem Verzicht auf ein eigenes Auto sei die Finanzierung des 10000 Euro teuren Ruderbootes gelungen. „Ich brauche dieses schnelle Einer-Boot, um mich darin für die großen Boote zu qualifizieren“, begründet Neerschulte, warum sie ihren ganz persönlichen „Porsche“ auf dem Wasser Mutters Gebrauchtwagen auf der Straße vorgezogen hat.
Durchhaltevermögen
Ihre deutschen Meistertitel hat die noch bei den Juniorinnen startende Neerschulte nämlich im Doppelvierer geholt. Und in dieser Klasse möchte sie weiter angreifen. „Es wäre schade, wenn ich das, was ich mir über vier Jahre aufgebaut habe, jetzt einfach wegschmeißen würde“, beweist die mit 1,74 Meter Körperlänge eher kleine Ruderin großes Durchhaltevermögen. Zwei Stunden Training täglich, an den Wochenenden auch doppelte Einheiten, sollen sich schließlich auszahlen – gerade, weil das für die 17-Jährige auch den Verzicht auf jedes andere Hobby bedeutet. Neerschulte bezeichnet die Teilnahme an der Juniorinnen-Weltmeisterschaft im August 2012 in Bulgarien als ihr nächstes Ziel. Dafür muss die derzeit in der deutschen Rangliste auf Platz 11 liegende Ruderin ihre Schlagzahl gegenüber drei Konkurrentinnen noch erhöhen. „Schaun wir mal, die besten acht sind dabei“, verweist Neerschultes Trainer Christian Bauersachs auf die im Sommer anstehenden Qualifikationsrennen. Doch Neerschulte, die einmal im Dress des Nationalteams rudern möchte, glaubt an sich selbst: „Wir fahren da hin“, äußert sie sich selbstbewusst.
Zum Rudern ist Neerschulte eher durch Zufall gekommen. Ursprünglich war sie Schwimmerin. Sie sei ins Rudern irgendwie immer weiter reingerutscht. Und Leistungssport wäre wie eine Sekte: „Wenn man da erst einmal drin ist, kommt man da nicht wieder raus“, bezeichnet die junge Ruderin ihr Verhältnis zum Sport. Und dafür nimmt sie nicht nur den Verzicht auf Hobbys in Kauf. Regelmäßig besucht sie Lehrgänge des Ruderverbandes in den Stützpunkten Oldenburg, Hannover, Essen und Dortmund. „Für die Schule wird dann halt im Zug gelernt“, erklärt Neerschulte, dass Disziplin und Zeitmanagement Grundvoraussetzungen für den Leistungssport seien.
Dass Luisa Neerschulte – trotz dieser für eine 17-jährige Schülerin ungewöhnlichen Einstellung – ein ganz normaler Teenager ist, wird die Bootstaufe ihres neuen Bootes beweisen: „Zicke“ soll es heißen. Warum? „Das erklärt sich doch wohl von selbst“, sagt, lachend ihr Trainer Bauersachs.
Bramscher Schüler lernen Teamarbeit beim Rudern
Bramsche. Die Bewegungsabläufe beim Rudern erlernen und gleichzeitig die Teamfähigkeit trainieren – das konnten sechs Schüler der beiden Abschlussklassen... mehr
Osnabrück: Hoher Sachschaden bei Unfall
pm Osnabrück. Eine 17-jährige Leichtverletzte und ein Sachschaden von rund 18.000 Euro – das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls,... mehr
Lingener Ruderin Luisa Neerschulte auf Erfolgswelle
Lingen. Luisa Neerschulte, Ruderin vom ESV Lingen, stellte ihr Talent mit einer erneuten Leistungssteigerung unter Beweis und kann bei den Deutschen... mehr
Mehr Lokales











