·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Fazinierendes Benefizkonzert in der Lintorfer Kirche
Lintorf. „Venite ad oremus, kommt, lasset uns anbeten“ – so erklang der Schlussakkord des Konzertabends in der evangelisch-lutherischen Kirche „Johannes der Täufer“ in Lintorf. Weihnachtlich festlich und stimmgewaltig. Der nicht enden wollende Beifall des begeisterten Publikums war Beweis dafür, dass hier etwas ganz Besonderes geboten wurde. Der Funke war übergesprungen.
„Puer natus est nobis – ein Kind wurde uns geboren“ – weihnachtliche gregorianische Gesänge erfüllten den Raum der festlich geschmückten Kirche. Das 13. Konzert des Osnabrücker Jugendchores im Wittlager Land, an diesem Abend mit dem Blechbläserensemble „Complesso di ottoni“ und begleitet von Frederike Braun an der Orgel, unter der Leitung von Domchordirektor Johannes Rahe war ein musikalisches und durchaus auch ein optisches Erlebnis für alle, die gekommen waren.
Es war draußen schon dunkel geworden, der Kirchenraum weihnachtlich erleuchtet, mit dem großen Stern über dem Altar, als die Instrumentalgruppe mit dem „Canzon septimi toni“ von Giovanni Gabrieli das Konzert eröffnet hatte. Pastor Karsten Vehrs entbot als Pfarrer und somit als Gastgeber allen seinen Willkommensgruß, den Mitwirkenden wie auch dem Publikum, den Vertretern der drei Altkreisgemeinden und denen der Sparkasse Osnabrück. Der Erlös des Benefizkonzertes, initiiert und finanziert von der Sparkasse Osnabrück, ist, so Pastor Vehrs, für den Bildungsfonds Südafrika und den Verein für missionarische Jugendarbeit Lintorf vorgesehen.
„Gottesklang“, so sollte man diese Musik, dieses Konzert verstehen, so Vehrs, und das gerade jetzt im „Jahr der Kirchenmusik“. Bei all den vielen Missklängen des Alltags hielt er es für schön, dass sich immer wieder auch Gottes Klänge einmischten. Und hier würden junge Menschen musizieren, sich einbringen für alle junge Menschen.
Beeindruckend war schon der Einzug der jungen Sängerinnen und Sänger mit weihnachtlichem Kirchengesang. Sie formierten sich im Chorraum. Schnell wurde deutlich, dass dieser Klangkörper eine Symbiose ergab, wo sich Orgel, Blasmusik und Chorgesang ergänzten, sich vereinten und dann wieder separat darboten.
„Puer natus in Bethlehem, ein Kind geboren zu Bethlehem, es liegt in einer Krippe“ erklangen weihnachtliche Weisen. Dann folgte Giovanni Gabrieli mit dem „Hodie Christus natus est – heute ist Christus geboren“ und „Plaudite, Psallite, Jubilate“, was kaum der Übersetzung bedurfte. Das immer wieder impulsive und festliche „Alleluja“ stach besonders hervor.
Die Messe in D, opus 86, von Antonin Dvorak war wesentlicher Bestandteil im Programm. Dem besinnlichen „Kyrie eleison“ folgte das „Gloria“, der Lobgesang. Dann das „Credo in unum Deum“, das Glaubensbekenntnis. Das „Sanctus-Benedictus“ mit dem fulminanten „Hosanna in excelsis“ und das wieder besinnliche „Agnus Dei“ komplettierten diese Reihe. „Tui sunt Caeli, et tua est Terra – dein ist der Himmel, dein auch die Erde“ von Orlando die Lasso, dann folgte das Ensemble „Complesso di ottoni“ mit dem Concerto B-Dur von Antonio Vivaldi.
Weihnachtlich, eher etwas besinnlich dann das „ O magnum Mysterium – O großes Geheimnis“ von Morten Lauridsen. „Ich steh an deiner Krippen hier“ – Johan Sebastian Bach ließ grüßen. An der Orgel sorgte Frederike Braun immer für die richtigen Einsätze, für die Begleitung oder die entsprechenden Zwischentöne.
Dann wurde englisch gesungen. „On the way to Bethlehem – auf dem Weg nach Bethlehem“ und „Is it far to Bethlehem – ist es weit nach Bethlehem?“ John Rutter’s „Sheperds Pipe Carol“ wurde dargeboten. Und dazwischen erklangen die „Angels in the sky“, die „himmlischen Engelschöre“.
Mit dem „Tollite Hostias“ von Camille Saint-Saëns endete das Konzert in der gotischen Kirche, die eine hervorragende Akustik bot. Das Publikum applaudierte begeistert und überzeugend. Der sichtlich zufriedene aber auch gerührte Johannes Rahe verneigte sich vor dem Publikum und gab das Lob an die Akteure weiter. Dann folgte das bereits erwähnte „Venite ad oremus“, weihnachtlich, festlich, als ein wunderschöner Abschluss. Unter dem lautstarken Beifall im Stakkato gingen die Sängerinnen und Sänger dem Ausgang entgegen.
Im Anschluss – dazu hatte Pastor Karsten Vehrs schon vor dem Konzert eingeladen – hatten sich viele Gäste zum Empfang im Gemeindehaus eingefunden. Bürgermeister Günter Harmeyer dankte dem Pfarrer dafür „dass wir hier zu Gast sein dürfen“. Sein Gruß galt dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Osnabrück, Dr. Josef Bernhard Hentschel, und seinen Kollegen, verbunden mit dem Dank für die finanzielle Unterstützung, womit nun bereits zum 13. Mal ein Benefizkonzert mit dem Osnabrücker Domchor im Altkreis Wittlage stattfinden konnte. Er erinnerte daran, dass das erste Konzert in dieser Reihe im Januar 2000 in Bad Essen stattgefunden hatte, auf Initiative das Gemeindedirektors Helmut Wilker. Anlass war das Jubiläumsjahr 925 Jahre Gemeinde Bad Essen. „Seitdem“, so Harmeyer, „haben wir jährlich Anfang Januar den Osnabrücker Jugendchor hören und sehen dürfen, abwechselnd in den Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln.“
„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir“, so sprach Günter Harmeyer für die drei Wittlager Altkreisgemeinden mit netten Worten den neuen Landrat an. Dr. Michael Lübbersmann, erst seit einigen Wochen im Amt, der auch nach Bad Essen gekommen war, wünschte er viel Erfolg in allen kommunalen Belangen.
Der Bürgermeister sprach einige Themen der Gemeinde Bad Essen an. Die Weiterentwicklung des Schulangebots mit dem Ganztagsschulangebot gehörte dazu. Er sprach hier von einem wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen und zukunftsfähigen Schulsystem, welcher den Kindern die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft bietet. In die Zukunft schauend erwähnte er das Thema Hafen Wittlager Land GmbH in Leckermühle an, den Ausbau der Kinderbetreuung in Krippen, die Wiederansiedelung von 600 Arbeitsplätzen in den Wirtschaftszweigen Tourismus und Gesundheitswirtschaft und die damit einhergehende Überwindung der Rückschläge durch vergangene Gesundheitsreformen.
Er sprach die Auswirkungen der Landesgartenschau, die Nachhaltigkeit, spürbar durch die erheblich gestiegenen Besucherzahlen in Bad Essen an. Das wiederum ist als wichtiger Faktor für den Einzelhandel und die Gastronomie zu sehen. Die Sorge um die Betriebe Rabewerk und Hamker, die Umstrukturierungen in Rabe agri GmbH/Rabewerk in Linne und Homann mit durchaus positiven Perspektiven waren ebenso Themen, die der Bürgermeister aufgriff.
2011 war, so Bürgermeister Harmeyer, für die Gemeinde Bad Essen ein erfolgreiches Jahr. Im Vordergrund dieser Feststellung stehe bei ihm die Würdigung und Förderung bürgerschaftlichen Engagements. „Dass wir durch gemeinsames Handeln für unsere Gemeinden vieles bewegen können, hat sich gezeigt. Geschieht das auch in Zukunft, dann werden wir die Herausforderungen bewältigen, die weiterhin auf uns zukommen werden.“
Benefizkonzert in der Kirche Lintorf
orf Lintorf. Tradition haben die Konzerte des Osnabrücker Jugendchors unter Leitung von Johannes Rahe zu Beginn eines Jahres im... mehr
Benefizkonzert mit dem Osnabrücker Jugendchor
pm Lintorf. Zu Beginn eines Jahres haben die Konzerte des Osnabrücker Jugendchors unter Leitung von Johannes Rahe Tradition im Altkreis Wittlage.
mehr
Adventliche Vorfreude in vielen Formen
Neuenkirchen. In der Christophoruskirche fand am Samstagabend das traditionelle Adventskonzert statt. Die Musikgruppen aus Neuenkirchen hatten ein fast... mehr
Mehr Lokales










