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Arbeitsreicher Abschied vom weihnachtlichen Prunkstück
Bruchmühlen/Melle. Festlich geschmückt mit Lametta, glänzenden Kugeln oder zarten Strohsternen, verbreiteten sie zur Weihnachtszeit ihren stimmungsvollen Glanz. Am Samstag stand für die ersten Weihnachtsbäume der Abschied aus den Wohnzimmern an.
In Bruchmühlen machten sich am Vormittag fast 40 Helfer aus den Reihen der Förderkreise von Kindergarten und Sandhorst-Schule auf den Weg, um die Boten des Festes aufzuladen. Pünktlich um 10.30 Uhr stiegen vier gut gelaunte Trupps an der Schule auf Trecker und Anhänger. Bereits seit 15 Jahren packen die freiwilligen Helfer tatkräftig an. Den Bürgern bleibt so die umständliche und oft mit lästigem „Nadelregen“ verbundene Fahrt zum Grünabfallsammelplatz erspart – eine Bequemlichkeit, für die sie bereitwillig ihre Geldbörsen öffneten.
„Für den Kindergarten und die Schule wird immer sehr großzügig gespendet“, dankte Förderkreis-Mitglied Christina Tiemann den Bruchmühlenern. „Der Tannenbaum ist da oft nur eine Zugabe.“ Für einen Plausch am Straßenrand ist dabei immer Zeit. Und wenn nötig, wird der Tannenbaum vor dem Abtransport auch noch im Wohnzimmer abgeschmückt. Schließlich sind die Bennier Akteure flexibel – vor allem an der Landesgrenze.
„Baumstreitigkeiten“ gab es bei den Begegnungen mit den westfälischen Sammlern am Samstag deshalb nicht, auch wenn der Grenzverlauf nicht immer eindeutig ist. Und während die Bäume auf den Anhängern landeten, füllten sich die Spendendosen mit insgesamt 1500 Euro für Schule und Kindergarten. Den kräftigen Eintopf hatten sich die Helfer nach der Aktion redlich verdient.
In Melle trotzten engagierte Mitglieder der St.-Petri-Gemeinde früh ab 9 Uhr dem leichten Nieselregen. Insgesamt 15 Helfer starteten mit fünf Wagen am Christlichen Seniorenstift, um zugunsten des Evangelischen Familienzentrums die ersten Meller Tannenbäume einzusammeln. „Es hat alles wunderbar geklappt“, freute sich Organisator Christian Stöppelmann über den reibungslosen Ablauf.
Für die Bäume bildete der Recyclinghof in Gesmold die Endstation. Andere Weihnachtsbäume stehen noch in vollem Schmuck in den Wohnzimmern und werden an dem kommenden Wochenende durch die katholische Kirchengemeinde abgeholt.
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