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Auftakt mit humorvoll-kritischem Kesseltreiben
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Autor: Petra Ropers 08. Januar 2012 18:55 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

40. Laienspielwoche des Stadtteil-Jugendrings in Riemsloh

Auftakt mit humorvoll-kritischem Kesseltreiben

rop Riemsloh. Die Kleidung viel zu bunt, das Haus bonbonrosa, dann noch diese Kräutertränke und Mixturen... Im Dorf waren sie sich einig: Mit der neuen Mieterin im Totengräberhaus stimmt was nicht! Gut gestreute Gerüchte reichten aus, um bei der Laienspielwoche das „Hexenfieber“ grassieren zu lassen.

 
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Ein wahres „Hexenfieber“ lösten „Die zuckersüßen Smarties“ zum Auftakt der 40. Laienspielwoche im Riemsloher Veranstaltungsraum aus. „Die Protest-Tanten“ der „(B)Engelbande“ stellten sich als männerfeindliche Wohngemeinschaft dem kritischen Urteil der Jury. Fotos: Petra Ropers

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Mit einem heiter-bissigen Blick auf Vorurteile und Selbstgerechtigkeit eröffneten die „Zuckersüßen Smarties“ die 40. Laienspielwoche des Stadtteil-Jugendrings. Bis einschließlich Freitag stehen rund 110 junge Akteure aus den Reihen der katholischen Jugend im schauspielerischen Wettstreit auf der Bühne. Auf die Jury, zu der neben Mitgliedern der Ortsräte Riemsloh und Bruchmühlen auch Vertreter von Sportverein, Jugendring und Kirchengemeinden gehören, kommt dabei keine leichte Aufgabe zu.

Schließlich bereiteten sich die fünf Gruppen in den vergangenen Monaten mit großem Engagement auf ihren Auftritt vor. In der Regie der Gruppenleiter Sofia Bonhaus und Annika Bextermöller präsentierten die „Smarties“ dabei vor aufwendig erstellter Kulisse ein durchaus nachdenklich stimmendes Theatervergnügen. Denn im Dorf werden die vermeintliche Hexe Walburga (Nele Nixdorf) und ihre Nichte Eugenia (Antonia Nolte) schnell zur Zielscheibe eines wahren Kesseltreibens.

Selbst der Pfarrer (Maria Fipp) schreckt vor nichts zurück, um die unerwünschte Konkurrentin zu vertreiben, die ihm seine „Schäfchen“ und dem Doktor (David Lohkemper) seine Patienten abspenstig macht. Doch Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Und gegen Vorurteile helfen Mut und Zivilcourage, wie als weitere Akteure Niklas Falke, Angelina Bochmann, Lara Beckmann, Shalina Beckmann, Jana Stecknitz, Marvin Dreier, Johanna Kastrup, Rebecca Finkemeyer, Jan Abker, Louisa Pots und Julia Pots bewiesen.

Mit der Wahrheit nahmen es auch die Mieterinnen in der Frauen-WG der „(B)Engelbande“ nicht so genau. „Hier in diesem Haus sind Männer uns ein Graus!“, formulierte die eingeschworene Runde um WG-Gründerin Marie-Claire (Fee Nixdorf). Schließlich haben Agathe (Katja Niemeyer), Gundula (Yvonne Englich), Melanie (Charlotte Trippe), Veronika (Marike Kramm) und die messerschwingende Rosemarie (Nadine Englich) mit ihren Kindern (Elisa Jansen, Gina Selbach) nicht eben gute Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht.

Und auch ihre erheblich jüngere Mitbewohnerin Wiebke (Franziska Koepsel) versichert glaubhaft, keinerlei amouröse Ambitionen zu haben. Doch der vorgeblich schwule Norbert (Marlene Frischen) ist nicht der einzige, der Unruhe in die Männer hassende Runde bringt. Ein putzwedelschwingender Monteur im sexy Schürzchen und ein ungebeten auftauchender Ex-Mann (Nina Meyer) sorgen dafür, dass zum Vergnügen des Publikums nach und nach die Masken fallen. Als Gruppenleiter führten Simon Bonhaus, Jana Westphal und Theresa Pope die Regie.

Den Laienspielwettbewerb setzen am Mittwoch ab 19 Uhr „Die flotten Flips“ mit „Das Kartenhaus“ fort. Ihre Premiere auf der Bühne feiern anschließend „Die lustigen Gummibärchen“ mit dem Stück „Das große Abenteuer“.

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