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Ortsumgehung ist wichtigstes Projekt in Salzbergen
Salzbergen. Die Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Salzbergen hat auch beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag breiten Raum eingenommen. Geehrt wurden dieses Mal eine Frau und vier Männer, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich der Notfall-Seelsorge verschrieben haben.
Bevor BürgermeisterAndreas Kaiser dieses Engagement würdigen konnte, begrüßte er zunächst die Vertreter aus Politik und Wirtschaft, der Vereine und Verbände sowie die Salzbergener Bürger, die ganz einfach nach dem Kirchgang dem Neujahrsempfang beiwohnten. Als besonderen Gast hieß der Verwaltungschef zudem Heiner Pott, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, im Gemeindehaus willkommen.
Wie immer führte Kaiser mit viel Humor, aber auch dem nötigen Ernst durch das vergangene Jahr und erinnerte daran, dass u.a. die geplante östliche Ortskernentlastungsstraße (OKE) die politische Diskussion in der Gemeinde bestimmt habe. Sollte alles planmäßig laufen, könne der 1. Bauabschnitt im Sommer in Angriff genommen und der 2. Bauabschnitt in 2013 abgeschlossen werden. Kaiser: „Dieses Projekt ist das Wichtigste in den kommenden zwei Jahren, weil dadurch auch die städtebauliche Entwicklung weiter angekurbelt wird.“
Grund zur Freude bereiteten insbesondere das Gewerbegebiet Süd und Holsterfeld. Hier agierten Unternehmen, die nicht nur Arbeitsplätze sicherten, sondern auch neue schaffen würden.
Betroffen habe der Verwaltungschef reagiert, als aus Berlin mitgeteilt worden sei, dass der Bundeswehrstandort Rheine-Bentlage geschlossen werden solle. An dieser Stelle appellierte Kaiser an alle Bürgerinnen und Bürger, gegen diese Planungen zu protestieren. Am kommenden Montag könne man dazu in die Stadthalle nach Rheine kommen.
Auf gutem Wege hingegen seien die Finanzen der Kommune, und auch die wachsenden Geburtenraten ließen hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.
Lang anhaltender Applaus wurde dem Pastorenehepaar Martina und Joachim Korporal, Pastor Markus Droste, Diakon Helmut Heitz und Pastor Rainer Kloppenburg (der nicht am Neujahrsempfang teilnehmen konnte) zuteil. Als Notfall-Seelsorger und damit der „Ersten Hilfe für die Seele“ deckten diese Bürger ein ehrenamtliches Engagement ab, das den Helfer ja auch selbst sehr stark berühre.
Pott machte in seinem Grußwort darauf aufmerksam, dass die Gemeinde Salzbergen im Vergleich mit vielen anderen niedersächsischen Kommunen in jeder Hinsicht auf den vorderen Plätzen vertreten sei. Eine gute Kassenlage, eine funktionierende Infrastruktur, ein hohes ehrenamtliches Engagement und mehr Geburten als Sterbefälle – „eine tolle Gemeinde, auf die ein jeder, der hier lebt und arbeitet, stolz sein kann“.
Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang durch den „Klarinetten Express“, Musikschule Emsland. Die Sammlung der Sternsinger erbrachte 633 Euro.
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