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Körperliches Leistungsvermögen mit Spaß steigern
Lotte. Viele gute, in überschäumender Laune gefasste Vorsätze fürs neue Jahr halten nur kurz. Sie verpuffen wie das Feuerwerk an Silvester. Der innere Schweinehund fläzt sich gemütlich drauf. Schluss damit! Wer beabsichtigt, sich ein wenig mehr oder überhaupt sportlich zu betätigen, der ist bei Christel Belting und Jutta Stenzel genau richtig. Sie bieten bei den Sportfreunden Lotte „Reha-Sport von Kopf bis Fuß“ an; und zwar für jeden: für die, die eine ärztliche Verordnung haben, und für die, die vorbeugen möchten, indem sie sich körperliche Fitness angedeihen lassen.
„Unsere Zielgruppe sind Menschen, die nicht ganz so sportlich sind“, erklärt Jutta Stenzel. Sie und Christel Belting sind seit vielen Jahren qualifizierte Übungsleiterinnen und im Besitz der Lizenz für „Reha-Sport: Orthopädie und Innere Medizin“, erworben beim Behindertensportbund NRW.
Reha-Sport wird verordnet beispielsweise bei Osteoporose, Arthrose, chronischen Wirbelsäulenbeschwerden, nach Gelenk- und Bänderoperationen. Durch regelmäßige Bewegung positiv beeinflusst werden Auswirkungen von Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck, koronaren Herzkrankheiten, Asthma und Schlaganfall.
Dass gezielte Bewegung präventiv wirkt, hört auch Christel Belting immer wieder: „Ich habe mit einer 76-Jährigen gesprochen, die seit 20 Jahren Sport treibt, also relativ spät angefangen hat. Sie hat festgestellt: Wer erst mit 70 beginnt, hat es schwer. Da ist der Zug abgefahren.“
Das heißt: Je früher ein Wiedereinstieg in sportliche Betätigung erfolgt, umso früher wird auch das Gehirn trainiert, neue Bewegungsabläufe zu speichern, und das hält die kleinen grauen Zellen gleichfalls fit. Schon die alten Römer wussten: „Mens sana in corpore sano“ (ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper).
Das bewegt die beiden Gruppenleiterinnen dazu, Freude an der Bewegung weiterzugeben. Ihnen ist daran gelegen, den Spaß am Sport als Gruppenerlebnis zu wecken, sodass jeder seinen individuellen Beitrag zu seiner persönlichen Lebensgestaltung leisten kann. Wohl wissend, dass ein Großteil der Muskulatur erschlafft, weil der Alltag sie nicht fordert, haben die Frauen gerade für die Fitness dieser vernachlässigten Zonen Übungen und einen umfangreichen Fundus an Geräten parat.
Die Übungsstunden zu Musik beginnen mit einer Aufwärmphase, um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen und Muskelverletzungen vorzubeugen. Es folgt ein intensives Körpertraining mit und ohne Geräte. „Koordinationstraining ist wichtig, denn es kann Asthma vorbeugen“, erklärt Jutta Stenzel. „Wir tasten uns mit den Übungen langsam von leicht bis schwer heran“, ergänzte Christel Belting. Jeder mache indes nur das, was er könne. „Wer länger dabei ist, kennt dann die Übungen. Sport macht in der Gruppe mehr Spaß als allein zu Hause“, betont Jutta Stenzel. Gleichwohl sei es ratsam, bestimmte Bewegungsübungen zu Hause weiterzumachen.
Wer bereits eine Verordnung für Reha-Sport hat oder für sich als Prävention die Muskeln als Halteapparat der eigenen Knochen stärken möchte, kann sich bei den Sportfreunden dienstags, 19.45 bis 20.45 Uhr, oder donnerstags, 10 bis 11 Uhr, etwas Gutes tun. Informationen gibt es bei Jutta Stenzel, Telefon 05451/78106, und Christel Belting, Telefon 05452/ 5054249. Anmeldungen nehmen die Sportfreunde an unter Telefon 05404/4855 oder info@sf-lotte.de.
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