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Große Liebe zu barocker Hausmusik
Lemförde. Was an einem lauen Frühsommerabend im Juni 2004 im Innenhof des Diakonissen Mutterhauses „Altvandsburg“ in Lemförde mit einem Serenadenkonzert begann, soll nun vorbei sein? Doch: Fast an gleicher Stelle, nämlich in der Kapelle des Mutterhauses, lädt das „Collegium musicum Leuenfort“ am kommenden Donnerstag, 5.
„Die Liebe zu barocker Hausmusik führte uns im Jahr 2004 zusammen. Aber persönliche und berufliche Veränderungen verringern nun die Mitgliederzahl so stark, dass wir keine Kammermusik mehr machen können“, sagt Leiterin Wiltrud Althoff-Stange mit Wehmut in der Stimme.
Etliche Menschen hatten das Ensemble 2004 ermutigt weiterzumachen. Zur Freude vieler Fans, die sich im Laufe der Jahre fanden, gaben die engagierten Musikerinnen fortan zwei Konzerte pro Jahr. Pastorin Barbara Müller-Gärtners Weggang, die von Anfang an als Querflötistin dazugehörte, sei der Anfang gewesen. „Für sie fanden wir keinen Ersatz“, erklärt Althoff-Stange und ergänzt: „Besonders hart trifft uns jetzt die Tatsache, dass die Fagottistin Bettina Piwczyk Lemförde verlassen wird. Damit fehlt uns in des ,Basses Grundgewalt‘der samtene bis keck-freche Ton des Fagotts.“
Übrig bleiben noch zwei Gründungsmitglieder, Dr. Heike Garbe, Block- und Querflöte, sowie Wiltrud Althoff-Stange, Blockflöten von ganz hoch bis ganz tief.
Ausführende in Lemförde am 5. Januar werden neben diesen beiden Gründungsmitgliedern Kristina Randermann, Violoncello, aus Hunteburg, Bettina Piwczyk, Fagott, Barbara Gadow, E-Cembalo, aus Diepholz, und Schwester Heidemarie Jäckel, Lesung, sein.
Das Programm beinhaltet „Ohrwürmer“ der vergangenen Jahre wie ein „Concerto“ von Vivaldi, Trio-Sonaten von Telemann, Prowo, de Boismortier, Variationen über ein spanisches Lied „La follia“ von Schickhardt oder eine „Sonata“ von Corbett. „Außerdem wird es eine musikalische Überraschung geben“, kündigt Wiltrud Althoff-Stange verlockend an.
Und natürlich würde sich das „Collegium musicum Leuenfort“ freuen, wenn das Gotteshaus an diesem Tag „rappelvoll“ wäre.
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