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Staatssekretär: Endgültiger Lückenschluss für A33 zwischen Borgholzhausen und Halle schon 2012
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Staatssekretär: Endgültiger Lückenschluss für A33 zwischen Borgholzhausen und Halle schon 2012
Staatssekretär: Endgültiger Lückenschluss für A33 zwischen Borgholzhausen und Halle schon 2012
Berlin/Osnabrück. Wie eine Bombe schlug am Donnerstag die Nachricht ein, dass der Lückenschluss für die Autobahn 33 nun doch schon im kommenden Jahr beginnen soll. Nicht jeder mochte der frohen Botschaft aus Berlin glauben, dass zwischen Borgholzhausen und Halle in wenigen Monaten die ersten Autobahnbrücken errichtet werden sollen – und damit zwischen Osnabrück und Bielefeld bald nur noch eine Dreiviertelstunde Fahrt liegt.
Besonders skeptisch ist die Verwaltung der Stadt, die am meisten unter dem fehlenden Lückenschluss leidet. Im Haller Rathaus erklärte Jürgen Keil: „Ich glaube nur dem Bagger, den ich sehe. Wir verlassen uns ausschließlich auf schriftliche Zusagen – und die haben wir noch nicht.“ Und auch die für den 13. Januar geplante Treckerdemo auf der B68 werde nicht abgeblasen, sagte der stellvertretende Bürgermeister und bekräftigte: „Wir haben die Nase wirklich voll.“
Seit Jahrzehnten kämpfen viele Bürger, Politiker und Unternehmen in der Region für den geplanten Lückenschluss der Autobahn und die Verbindung zwischen A30 und A2.
Erst vor wenigen Tagen hatte sich ein Aktionsbündnis formiert, das den Druck auf die Politik erhöhen will, rasch mit dem Bau des letzten Autobahnteilstücks zu beginnen. Der Grund: Mitte Dezember hatte das Bundesverkehrsministerium angekündigt, den Bau der A33 zu stoppen. Wegen des schlechten Zustands vieler Autobahnbrücken müsste „Erhaltungsinvestitionen Vorrang eingeräumt werden“.
Mit der Nachricht des Mindener Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter, dass der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann ihm einen Baubeginn noch im Jahr 2012 zugesagt habe, sieht nun alles anders aus. Dass nun doch früher als angekündigt gebaut werden könne, liege auch daran, so Ferlemann, dass das Baurecht für den letzten Teilabschnitt schneller vorgelegen habe als erwartet. Zudem habe er dem Projekt eine hohe Priorität eingeräumt. Anfang Januar soll der Bescheid aus Berli auch im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium eingehen.
Für Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück, ist der vorzeitige Baubeginn eine durchweg positive Nachricht: „Der Lückenschluss der Autobahn 33 ist gut für die Bürger und die Unternehmen und damit für das Osnabrücker Land.“
Auch Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer reagierte auf die Nachricht mit einem deutlichen „Juhu“, betonte aber auch gleich: „Wenn wir nicht so auf den Putz gehauen hätten, hätte es mit dem Lückenschluss noch länger gedauert.“ Zudem bleibe eine gewisse Skepsis: „Ich habe mit der A33 schon so viel erlebt, dass ich es erst glaube, wenn es so weit ist.“
Steffen Kampeter, Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Finanzministerium, schreibt den Erfolg dagegen seiner „freundlichen und beharrlichen Verhandlungstaktik“ zu. Der „Krawall“ aus Ostwestfalen sei nicht zielführend gewesen. Nun ist es am Verkehrsministerium in Düsseldorf, die Arbeiten für die letzten 13 Kilometer der A33 rasch auf den Weg zu bringen, damit sich auch die Kleinstadt Halle von ihrem täglichen Verkehrskollaps erholen kann. Dreckige Fassaden, millimeterdicker Staub auf den Fensterscheiben und viele leer stehende Geschäfte zeigen deutlich, wie sehr ein Ort unter 25000 Fahrzeugen pro Tag, unter Krach und Feinstaub leiden kann. Dissen hat die Qual seit zehn Jahren hinter sich. Seit dem Bau der A 33 im Süden der Stadt blüht der Ortskern auf. Historische Häuser kommen wieder zur Geltung. Die Lebensqualität der Anwohner hat sich verbessert.
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