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Neue Sloop-Rutsche im Nettebad seit Dienstag in Betrieb
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Autor: Rainer Lahmann-Lammert 27. Dezember 2011 17:48 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Maik M. Dienstag, 27. Dezember 2011 22:27 Uhr

Jetzt geht’s abwärts!

Neue Sloop-Rutsche im Nettebad seit Dienstag in Betrieb

Osnabrück. Vier, drei, zwei, eins, Start! Die Falltür, ein spitzer Schrei, ein jäher Absturz. Christine Westmeyer, Architektin, ist soeben in die Unterwelt abgetaucht. Das Nettebad hat die neue Sloop-Rutsche freigegeben. Wer sich auf die 94 Meter lange Steilbahn traut, erlebt den abrupten Wechsel zwischen Todesahnung und Glücksgefühl.

 
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Und weg ist sie: Hier öffnet sich gerade die Falltür für Architektin Christine Westmeyer.Foto: Michael Hehmann 94 Meter purer Spaß: Die türkisfarbene Röhre gehört zur neuen Superrutsche. Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann (links) wagt sich als erster in die Plexiglas-Röhre. Fotos: Michael Hehmann Der Countdown läuft... ...und ab in die Tiefe! 23 Meter hoch, 95 Meter lang: Die neue Sloop-Riesenrutsche im Nettebad. Todesmutig: Architektin Christine Westmeyer vom Planungsbüro pbr testet, was sie selbst entworfen hat. Badleiter Tilo Schölzel drückt ... ...auf den Startknopf. O Schreck, es geht abwärts! Sloop - das ist die Abkürzung für Super-Looping. Am Ziel. Gleich noch einmal! Im Nettebad-Restaurant gibt's zum Start der neuen Attraktion eine Riesenrutschen-Bratwurst. Sie soll einen halben Meter lang sein.

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Am Dienstaghatte Stadtwerke-Vorstand Manfred Hülsmann als erster Badegast die Ehre. Badleiter Tilo Schölzel führte pressewirksam einen Countdown vor, als würde gleich ein Raumschiff starten. Doch bei „null“ passierte nichts, Hülsmann stand wie vergessen und nicht abgeholt auf der Startrampe.

Noch einmal ließ der Operator am Pult die Tür der Plexiglas-Röhre kontrollieren, noch einmal drückte er aufs Knöpfchen – und der Ehrengast war verschwunden, bevor es jemand bemerkt hatte. 6,67 Sekunden brauchte der Stadtwerke-Chef für seinen Höllentrip – das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,73 Stundenkilometern.

In dreimonatiger Bauzeit wurde der Rutschenturm auf 23 Meter Höhe aufgestockt und eine 80 Zentimeter dicke Röhre aus 40 Elementen montiert. Wenn sich die Bodenluke öffnet, geht es im freien Fall nach unten. Erst nach sieben Metern bekommt der Körper Kontakt mit der Plastikschale, die ihn umgibt.

Eigentlich sollte die neue Nettebad-Attraktion schon Mitte Dezember freigegeben werden. Doch das Bauordnungsamt brauchte noch eine statische Berechnung für die zweite Tragsäule, obwohl sie für die Stabilität gar nicht notwendig gewesen wäre. Am Freitag vor Heiligabend gab es endlich grünes Licht.

Wer rutschen will, muss mindestens zwölf Jahre alt und kerngesund sein. Badegästen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bandscheibenproblemen wird von der Benutzung der neuen Sloop-Rutsche abgeraten. Und wer mehr als 100 Kilo wiegt, darf seine Füße nicht auf die Falltür setzen.

Die Stadtwerke versprechen sich von der Super-Rutsche, dass sie die Besucherzahlen für das Nettebad weiter nach oben treibt. In diesem Jahr wurde die Millionen-Marke schon geknackt.


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  Leserkommentare

 
Maik M., Dienstag, Dezember 27 um 22:27 Uhr Pleiten, Pech und Pannen... ... so lautet der Titel einer Fernsehsendung, die vor vielen Jahren für Heiterkeit sorgte. Aber dieser Titel passt auch gut zu den Bädern der Stadtwerke Osnabrück... Wer erinnert sich nicht: Meterlange Schlangen vor der Kasse des Moskaubads, Probleme über Probleme und Ärger bzgl. des Kassensystems im Nettebad, und jetzt zuerst die Inbetriebnahme der neuen sog. "Superrutsche" ohne gültige Betriebserlaubnis für einen Teil der Öffentlichkeit, und quasi als Sahnhäubchen heute der verpatzte Start der Rutsche... Viel Schein und wenig Sein, das dürfte eher passen. "Prestigeobjekte" werden öffentlichkeitswirksam vermarktet, die Sanitäranlagen im Freibad Moskaubad sind unter aller S... Aber mit neuen Sanitäranlagen kommt man nicht ins Fernsehen. Wäre es nicht für Familien mit Kindern schön gewesen, im Nettebad ein neues Spielparadies für die "Kleinen" zu errichten ? Die "Spielecke" verdient den Namen "Spiel" wohl kaum, eher noch die Bezeichnung "Ecke". Aber auch mit mit einem Spielparadies für Kinder kommen wir wieder an die altbekannte Stelle: Damit kommt man nicht ins Fernsehen...
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