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Tippspiel
Ein Treckerkorso für die A33
Halle. Das Ziel war zum Greifen nah. Der Planfeststellungs- beschluss für das letzte Teilstück der A 33 war da, die baurechtlichen Bedingungen damit unter Dach und Fach. Und dann? Berlin stoppte Anfang Dezember den Weiterbau. Es ist kein Geld für den Lückenschluss da. Und nun stehen sie kopf, die heimischen Politiker, die Unternehmer und vor allem die Anwohner der B 68. Am Freitag, 13. Januar, soll es in Halle eine große Pro-A-33-Demo geben.
Der Lückenschluss der Autobahn 33 zwischen den Anschlussstellen Halle/Steinhagen und Borgholzhausen ist in weite Ferne gerückt. In einem Brief an die Haller Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann (SPD) teilt der Abteilungsleiter des Bundesverkehrsministeriums, Josef Kunz, mit, dass den Erhaltungsinvestitionen Vorrang eingeräumt werden müsse.
CDU-Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus erklärte den Bürgern die Knappheit der Gelder bei einer Informationsveranstaltung so: „Viele Fernstraßen sind in erbärmlichen Zustand. Das größte Problem sind die Brücken, von denen viele in den 1960er-Jahren gebaut wurden. Sie sind für den heutigen Schwerlastverkehr gar nicht ausgelegt.“
Zu dem Dilemma der finanziell stets zu kurz kommenden Straßenbauprojekte kommen die vielen Konkurrenzprojekte wie der Neubau der A 30 bei Bad Oeynhausen, der Neubau des Autobahnrings um Bochum oder die Erweiterung des Kölner Rings, so Brinkhaus weiter. Die fehlenden Mittel, die Konkurrenzprojekte und der erhöhte Bedarf an Mitteln für die Straßenerhaltung hätten letztendlich dazu geführt, dass der dritte Abschnitt des Lückenschlusses im Straßenbauplan 2012 nicht enthalten ist.
Krallen zeigen
Der Politiker forderte die Anwesenden aber trotzdem auf, nun Krallen zu zeigen: „Die ganze Region muss die Dringlichkeit des Lückenschlusses der A 33 deutlich machen.“ Viele kleine Aktionen müssten sie wie ein Mosaik zusammensetzen, und dann, so Brinkhaus, könne man auch etwas bewirken.
Schon bei der Informationsveranstaltung entwickelten die Anwesenden erste Ideen, von einem Treckerkorso auf der B 68 jeden Freitag um 15 Uhr bis zu einer Sammelklage, in der die Anwohner in Halle ihr Recht auf saubere Luft einklagen wollen. Auch eine private Vorfinanzierung durch heimische Unternehmer steht zur Diskussion.
Auf kommunaler Ebene, Kreis- und Bezirksebene und auch auf Landesebene meldeten sich in den vergangenen Tagen verschiedene Politiker, Organisationen und Verbände zu Wort, die den unverzüglichen Weiterbau forderten.
Die Detmolder Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl machte den Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen darauf aufmerksam, dass im Falle einer weiteren Bauverzögerung die Sperrung der B 68 für den Schwerlastverkehr drohe. Schon lange seien die gemessenen Belastungen weit über dem zulässigen Maß.
Demo wird vorbereitet
Der Rat der Stadt Halle bereitet gemeinsam mit anderen Anliegerkommunen wie Borgholzhausen und Steinhagen eine große Demonstration vor, um der Forderung nach dem Lückenschluss Nachdruck zu verleihen. Auch Versmold hat sich angeschlossen, und man hofft, dass weitere Kommunen, auch aus Niedersachsen, sich mit ihren westfälischen Nachbarn solidarisieren.
„Aktionsbündnis A33 sofort“ soll der Zusammenschluss heißen, der am 9. Januar um 17.30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums Masch in Halle öffentlichkeitswirksam gegründet werden soll.
Am Freitag, 13. Januar, um 15 Uhr soll dann die große Demonstration unter dem Motto „Jetzt schlägt’s 13“ starten..
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Die A33 ist wichtig für die Menschen die hier leben und sollte deshalb gebaut werden. Für den Menschenschutz und für den Umweltschutz ist diese Trasse eine gute Sache.
Schliesslich sind ein paar Fledermäuse wichtiger als 100.000 Menschen entlang der B68.
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