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Wietmarscher SPD fordert Begrenzung des Baus von Stallanlagen
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Quelle: pm/Lingener Tagespost 28. Dezember 2011 07:50 Uhr

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Antonietta T. Donnerstag, 29. Dezember 2011 14:06 Uhr

Gemeinde soll Instrument der Bauleitplanung nutzen

Wietmarscher SPD fordert Begrenzung des Baus von Stallanlagen

Wietmarschen. Die SPD Wietmarschen hat in einer Pressemitteilung gefordert, dass die Gemeinde das Instrument der Bauleitplanung gegen ausufernde Stallbauten für die Massentierhaltung anwendet, wie dies auch in etlichen Gemeinden im Emsland geschieht.

 
Das Thema Massentierhaltung beschäftigt die hiesigen Kommunen. Foto: Archiv  Vergrößern

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In der Gemeinde Wietmarschen gibt es nach Angaben der SPD eine Reihe von Anlagen zur Massentierhaltung. „Die Gesamtzahl allein im Bereich Geflügel dürfte demnächst eine Million Stück Federvieh übersteigen“, bemerkte Andre Olthoff, SPD-Ortsvereinsvorsitzender aus Wietmarschen.

Bekanntlich hatte der Wietmarscher Gemeinderat im Frühjahr 2009 sogenannte „rote Zonen“ beschlossen, in denen zum Schutz der Wohn- und Gewerbegebiete keine Großstallanlagen gebaut werden sollen. Obwohl dieser Beschluss keine rechtliche Bedeutung hat, ist in diesen Gebieten bisher kein großer Stall entstanden.

Olthoff: „Leider wird an anderer Stelle umso mehr gebaut. Zum Beispiel werden an der Pferdebahn in Kürze mehr als 500000 Legehennen- und Masthähnchenplätze entstehen.“

Veränderungssperre

Zuletzt wurde von der alten CDU-Ratsmehrheit die Erschließung einer Straße verabschiedet, durch die der Betrieb von Großanlagen der Investorengemeinschaft Grafschafter Frischei GmbH & Co. KG, ermöglicht wurde.

Solange das EU-Recht und die Bundesgesetzgebung keine Einschränkungen bringen, könne durch den Tatbestand der „Privilegierung“ fast jeder Stall gebaut werden. Wenn der Gesetzgeber den Tatbestand der Privilegierung aufheben würde, wären Einzelfallentscheidungen in den Gemeinden möglich“, meinte Herman Nüsse, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat Wietmarschen, und fügte hinzu: „Es ist dabei klar, dass man auch mit einer Bauleitplanung nicht jeden neuen Stall verhindern kann oder verhindern will.“

Solange der Privilegierungstatbestand für landwirtschaftliche Bauten durch das Bundesbaugesetz nicht abgeschafft werde, helfen laut Nüsse nur eine Veränderungssperre und die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes, um große Stallanlagen verhindern zu können.

Der Aspekt Tierschutz könne ebenfalls ein wenig zur Vermeidung der Tier-fabriken beitragen, wenn man sich ernsthaft mit dem Brandschutz und Evakuierungsplänen beschäftige.

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Antonietta T., Donnerstag, Dezember 29 um 14:06 Uhr Tierquälerei Tiere sind Lebewesen genau wie Menschen. Sie empfinden Schmerz und Gefühle wie z.B. Angst. Trotzdem werden Schweine, Rinder, Hühner usw. von Menschen wie Produkte oder Waren behandelt. Wir sperren sie ein, halten sie teilweise unter den schlimmsten Bedingungen, mästen und töten sie, um sie dann zu essen.
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