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Lingen – Bawinkel: Sondergebiet für Tierhaltungsanlagen bleibt in der Diskussion
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Autor: Carsten van Bevern 23. Dezember 2011 07:16 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Kritik aus der Lengerich

Lingen – Bawinkel: Sondergebiet für Tierhaltungsanlagen bleibt in der Diskussion

Lengerich. Die von der Stadt Lingen an der Grenze zur Gemeinde Bawinkel inzwischen beschlossene Sonderbaufläche „Gewerbliche Tierhaltungsanlagen“ bleibt in den beteiligten Kommunen in der Diskussion. „Unser gesamtes Gemeindegebiet wird natürlich nicht zu einem flächendeckenden Sondergebiet zur Steuerung von Tierhaltungsanlagen, wie dies die Stadt Lingen in ihrer Stellungnahme zu unserer Flächennutzungsplan-Änderung dargestellt hat. Und die Vertreter der Stadt Lingen wissen das auch.“ Dies erklärte der Lengericher Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn auf der letzten SG-Ratssitzung in diesem Jahr.

 
Die von der Stadt Lingen an der Gemeindegrenze zu Bawinkel inzwischen beschlossene Sonderbaufläche „Gewerbliche Tierhaltungsanlagen“ sorgte in Bawinkel und der Samtgemeinde Lengerich in diesem Jahr für viele Diskussionen – jetzt wieder im Samtgemeinderat.Archivfoto: Carsten van Bevern  Vergrößern

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Entsprechende Äußerungen von Vertretern der Stadt hätten laut Lühn in der SG Lengerich zu zahlreichen Diskussionen geführt. So gibt es laut Lühn zur Steuerung von Tierhaltungsanlagen bislang zwei Modellansätze. Zum einen das Modell unter anderem der Stadt Lingen, in einem Flächennutzungsplan Konzessionsflächen und Sondergebiete für derartige Anlagen auszuweisen. „Wir gehen in Lengerich – wie auch in Geeste und Freren – einen anderen Weg. Bei uns läuft seit 2009 das entsprechende Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans mit sehr allgemeinen Regelungen. Die eigentlichen Regelungen werden in flächendeckenden Bebauungsplänen der einzelnen Mitgliedsgemeinden getroffen.“ So können laut Lühn „in der SG Lengerich natürlich nicht überall derartige Mastanlagen entstehen, wie es die Stellungnahme der Stadt Lingen andeutet.“ Diese seien vielmehr an vorhandene Hofstellen gebunden. „Diese Bebauungspläne sind zwar noch nicht abschließend beschlossen, aber in Bawinkel, Gersten, Langen, Lengerich und Wettrup auf den Weg gebracht und in verschiedenen Beteiligungsschritten.“

Zudem informierte Lühn die Ratsmitglieder, dass die Samtgemeinde zur Finanzierung eines 2010 für Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes aufgenommenen Kredites über 243000 Euro die Barreserven der Mitgliedsgemeinde Bawinkel nutzen wird: „Beide Seiten werden dabei profitieren.“

Schnell abgehandelt und einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder zudem eine neue und gesetzlich vorgeschriebene Hauptsatzung für die Samtgemeinde Lengerich. Basis hierfür ist laut Lühn die aktuelle Mustersatzung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.

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