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Unabhängige Filmfest Osnabrück sucht neue Leitung
Osnabrück. Das Unabhängige Filmfest Osnabrück wechselt sein Leitungsteam: Birgit Müller und Holger Tepe, seit elf Jahren die Doppelspitze des Festivals, führen die Geschäfte nur noch bis zum März nächsten Jahres.
Ab dann soll jemand Neues übernehmen. „Nach intensiven gemeinsamen Gesprächen fiel die Entscheidung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die traditionsreiche Veranstaltung mit neuer Leitung weiter zu profilieren“, teilte der Trägerverein Osnabrücker FilmForum e. V. gestern mit.
In einem Abschied an ihre Weggefährten verweisen Müller und Tepe auf den Konflikt zwischen Kreativität und Routine: „Auch bei der Leitung eines Filmfestivals schleicht sich langsam, aber unaufhaltsam das lähmende Gift der alljährlichen Wiederkehr vertrauter Abläufe ein“, schreiben sie. „Dann ist es Zeit zu gehen.“ Um die Zukunft des Festivals ist es Holger Tepe aber nicht bange: „Wir hinterlassen kein sinkendes Schiff, sondern einen perfekt restaurierten Dampfer“, sagte er gestern unserer Zeitung.
Das unterstützt auch der Vereinsvorstand: „Die beiden hinterlassen große Fußstapfen“, kommentierte Heinrich Funke den Führungswechsel. Dass das Festival heute so profiliert sei, verdanke sich seinen beiden Leitern, die es in einer schwierigen Phase übernommen hätten.
Die Frage, wie das Festival seine zentralen Kommunikatoren ersetzen kann, beantwortete Funke mit dem Hinweis auf die Teamleistung: „Der Verein ist das Netzwerk.“ Auch Tepe und Müller schildern in ihrem Dank an die Kollegen das Festival als Gemeinschaftsprojekt: „Die vielen Köpfe, die das Filmfest planen, die vielen Herzen, die es lieben und die vielen Schultern, die es tragen, waren und bleiben ein Garant für sein Gelingen.“
Funke lobte die eingespielte Aufgabenteilung des Duos. Wenn ein Einzelner oder eine Einzelne das Team ersetze, müsse der Verein sich womöglich umorganisieren, um die Leitung zu entlasten – sei es inhaltlich oder mit Blick auf die Verwaltungsaufgaben. Für das kommende Festival seien, so Funke, bereits wichtige Vorarbeiten geleistet. Auch langfristig verspricht er: „Am gesellschaftspolitischen Profil des Festivals wird sich nichts ändern.“
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07.04.2012
