Kontakt

·

Digitalabo

·

Shop

·

Tippspiel

Startseite

|

Lokales

|

Bad Essen

|

9,7 Millionen Euro werden investiert: Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln sagen Ja zur „Hafen Wittlager Land GmbH“
Lokales

Schrift
 Drucken  Versenden Empfehlen auf:      

Quelle: as,orf/Wittlager Kreisblatt 19. Dezember 2011 16:45 Uhr

Jeweils einstimmige Entscheidung

9,7 Millionen Euro werden investiert: Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln sagen Ja zur „Hafen Wittlager Land GmbH“

Altkreis Wittlage. Die Räte der Gemeinden Bohmte, Bad Essen und Ostercappeln haben jeweils einstimmig die Gründung der „Hafen Wittlager Land GmbH“ beschlossen. Damit ist eine weitere Voraussetzung für die Verwirklichung dieses Großprojektes geschaffen worden.

 
Eine Millioneninvestition ist in Leckermühle geplant. Der Hafen soll als großer Hafenstandort ausgebaut werden. Foto: Friedrich Lüke  Vergrößern

– Anzeige – Ihre Anzeige hier



Meistgelesene Artikel








„Wir haben einen wichtigen Punkt erreicht“, sagte Bohmte Bürgermeister Klaus Goedejohann. Der künftige Hafen Leckermühle solle den Standort Osnabrück ergänzen – nicht ersetzen. Das ist der Kompromiss, der nach langen Verhandlungen gefunden wurde. „Also ein Hafen, zwei Standorte“, wie Goedejohann es formuliert. Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr sowie die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover hatten im Vorfeld den Konsens begrüßt.

„Das Gute an dem Projekt ist die interkommunale Zusammenarbeit“, sagte Marcus Unger für die Bohmter CDU/FDP-Gruppe. Der Hafen gebe wichtige Impulse. „Denn die Binnenschifffahrt hat Potenzial.“

SPD-Fraktionssprecher Thomas Rehme schloss sich dieser Auffassung an. Die SPD sei uneingeschränkt dafür. „Der Mittellandkanal kann unsere Autobahn werden.“

In den Gemeinderäten Ostercappeln und Bad Essen wurde ebenso auf die Bedeutung des Standortausbaus Leckermühle hingewiesen, der auch Bestandteil des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes für das Wittlager Land ist. Friedrich Steffen (CDU) ging auf die Vorgeschichte ein. Das Bundesverkehrsministerium als Entscheidungsträger hat die Einrichtung eines Containerhafens in Leckermühle mit der Priorität „hoch“ eingestuft. Auch eine Wettbewerbsanalyse habe großen Bedarf ergeben. „Bis 2019 schätzen die befragten Firmen die Menge auf 160 Container täglich“, so Steffen, Hauptziel ist der Hamburger Hafen. In Leckermühle werden 9, 7 Millionen Euro investiert. Die Förderung beträgt 80 bis 85 Prozent.

Ein Problem, das man im Auge behalten müsse, sei die Belastung durch den Lkw-Verkehr. „Pro Tag müssen etwa 70 Lastkraftwagen den Hafenstandort anfahren“. Ein Punkt, auf den auch Edeltraut Altemöller-Menke (SPD) hinwies.

„Die Entwicklung des Bohmter Hafens in Ergänzung zum Hafen Osnabrück ist als ideal anzusehen“, findet der Ostercappelner SPD-Fraktionssprecher Frank Imbusch. „Die Lage des Containerterminals direkt am Mittellandkanal mit der Anbindung an die B51 und B65 in unmittelbarer Nähe zu den Autobahnen 1, 30 und 33 ist genauso ideal wie die Lage von Bohmte im deutschen Wasserstraßennetz“.

Im Rat der Gemeinde Bad Essen unterstrich Bürgermeister Günter Harmeyer: „Der Dreiklang Wasser, Straße und Schiene in Leckermühle weist in die Zukunft.“ Wobei sich Harmeyer überzeugt zeigte, „dass die Wasserstraße und auch der Transport auf der Schiene künftig an Bedeutung gewinnen werden.“ Der Hafen Leckermühle werde nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hin ausstrahlen, „und es werden Arbeitsplätze entstehen, nicht nur im Hafen selbst, sondern auch im Umland“. Elke Matthey (SPD) als Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses befürwortete wie auch das gesamte Kommunalparlament die Gründung der Hafen GmbH. Die Gesellschaft wird mit einem Kapital von 40 000 Euro ausgestattet. Bad Essen beteiligt sich an der Gesellschaft mit einer Stammeinlage in Höhe von 2500 Euro, Ostercappeln mit dem gleichen Betrag.

Bohmte als „Hafenmuttergemeinde“ ist mit einer Stammeinlage von 15 000 Euro dabei und die Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Landkreis Osnabrück mit 20000 Euro.

Elke Eilers von Bündnis 90/Die Grünen sagte, zum Thema Hafenentwicklung Leckermühle gehöre die Schienenanbindung zwingend dazu. Die Zustimmung der Grünen erfolge, weil es die Verbindung von Wasser, Schienen und Straße gebe.

Die Hafengesellschaft hat ihren Sitz in Bohmte. Geschäftsführer der Hafen GmbH sind ein Vertreter des Landkreises Osnabrück sowie Klaus Goedejohann. Die drei Gemeinderäte aus dem Altkreis Wittlage bestimmten zudem ihre Vertreter für Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung.

Erste Aufgabe der neuen Gesellschaft wird es sein, Förderanträge zu stellen.

Lesen Sie auch ...

„Uneingeschränkte Unterstützung“ für das Hafenprojekt im Wittlager...

Leckermühle. Ausgezeichnete Entwicklungsperspektiven sehen der Landkreis Osnabrück und die Gemeinden Bohmte, Bad Essen, Ostercappeln und Belm für den... mehr

Signal: Region setzt auf Schiffsverkehr

Osnabrück. Der Hafen Osnabrück und der Kanalhafen Leckermühle in Bohmte sind künftig ein Hafen mit zwei Standorten. Dass das nicht einfach nur die... mehr

Bohmte: Goedejohann mit 52,9 Prozent als Bürgermeister bestätigt
Altkreis Wittlage. Klaus Goedejohann (CDU) ist bei der Kommunalwahl am Sonntag als Bürgermeister der Gemeinde Bohmte mit 52 Prozent der Stimmen im Amt... mehr


 Mehr Lokales

 
  Leserkommentare
Schreiben Sie einen Kommentar




Empfehlen auf:  Facebook  Twitter

Haus

Immobilien aus der Region

Immobilien-Angebote

Finden Sie Ihre Immobilie: Wohnungen und Häuser mieten, vermieten, kaufen und verkaufen.






 Zeitungstitel wählen  Schließen

Wählen Sie Ihren Zeitungstitel: