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Als in Twerte das Wetter ausblieb
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Quelle: sarr/Neue Osnabrücker Zeitung 16. Dezember 2011 15:56 Uhr

Wilfried W. Meijer las vor Drittklässlern der Diesterwegschule

Als in Twerte das Wetter ausblieb

Osnabrück. Die Drittklässler der Diesterwegschule lauschten ganz gespannt: Wilfried W. Meijer war extra aus Meppen gekommen, um ihnen aus seinem Kinderbuch „Kein Wetter in Twerte“ vorzulesen. „Ausgangspunkt der Geschichte ist die etwas absurde Idee, was passieren würde, falls das Wetter einmal ausfallen würde“, so der Autor.

 
Alle schimpfen auf das Wetter. Plötzlich bleibt es weg. Wilfried Meijer las in der Diesterwegschule. Foto: Thomas Osterfeld  Vergrößern

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Im Leseraum der Schule las Meijer nicht nur aus seinem Buch vor, sondern zeigte mithilfe seiner Enkelin Jella (9) parallel auch eine Präsentation mit den Illustrationen des Kinderbuches. Diese stammen von der Osnabrückerin Carolin Artz.

Schon nach wenigen Sätzen waren die Grundschüler von der Wettergeschichte ganz eingenommen: In der fiktiven Stadt Twerte schimpfen alle über das Wetter. Dem Polizisten kann es gestohlen bleiben, der Optiker kann es nicht mehr sehen, und der Müllmann nennt es Dreckswetter. Nachdem die Twerter gegen das schlechte Wetter auch noch demonstrieren, bleibt es auf einmal weg.

Kein Wetter mehr in Twerte. Keine Wolken mehr am Himmel, die Sonne scheint nicht mehr, alles ist fahl und bleich, und auch „die Luft schmeckt beunruhigend nach nichts“. Die Twerter wollen das Wetter zurück. Doch es bleibt weg, und es helfen keine Tricks. Aber dann hat Obdalo, der Obdachlose des Ortes, die rettende Idee. Am Ende sind die Twerter aus der Geschichte glücklich.

Den Grundschülern gefiel das Märchen. Nach der Lesung nahm sich der Autor und promovierte Realschullehrer noch die Zeit, Fragen der Kinder zu beantworten. Und die wollten vieles wissen. Enkelin Jella war stolz, dass sie „das mit den Bildern machen konnte“ und alles gut geklappt hat.

Die Idee zu dem Buch hatte ihr Opa übrigens, als seine Enkelin noch ein Kleinkind war, doch das Ganze ließ sich nicht so einfach umsetzen – auch zeichnerisch nicht. Es habe Jahre gedauert, bis die Geschichte fertig war und er die richtige Zeichnerin gefunden habe, berichtet Meijer. Und die Arbeit der Zeichnerin Caroline Artz könne er gar nicht hoch genug loben.

Beide gehen mit ihrem jeweiligen Element – der Sprache und der Gestaltung – virtuos um. Während der Text durch Wortwitz und Humor besticht, zeichnen sich die Illustrationen durch Liebe zum Detail und einen gelungenen Umgang mit verschiedenen Zeichentechniken und Materialien aus. Meijer sitzt derweil schon am nächsten Buch, einem Kinderroman. Und Jella kann gar nicht erwarten, dass das nächste Kapitel fertig wird.

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