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Stark gefragte Helfer
Steinfurt. Beeindruckt von der segensreichen Tätigkeit der Telefonseelsorge (TS) zeigte sich der Vorstand des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Steinfurt. In seiner jüngsten Sitzung berichtete die Leiterin der TS Münster, Rita Hülskemper, über Aufgaben und Arbeitsweise ihrer Einrichtung, die seit 40 Jahren Menschen in Krisensituationen Rat und Hilfe anbietet.
Wie Rita Hülskemper mitteilte, umfasst das Einzugsgebiet der TS Münster die Stadt Münster, einen großen Teil des Kreises Steinfurt sowie Teile der Landkreise Warendorf, Borken und Coesfeld. 24000 echte Anrufe erreichen die TS in jedem Jahr, etwa 120 pro Tag. Seit einigen Jahren wird zusätzlich die Beratung per E-Mail angeboten; ein Angebot, das jährlich ca. 1400-mal genutzt wird.
Unter dem Motto „Anonym – kompetent – rund um die Uhr“ ist die TS jeden Tag erreichbar. 80 Ehrenamtliche, davon die meisten Frauen, versehen den Dienst am Telefon, dazu kommen 26 Personen, die derzeit eine Ausbildung absolvieren. Neben fünf hauptamtlichen Kräften gehören je ein katholischer und evangelischer Seelsorger zum Team.
Bei etwa 9 Prozent der Anrufenden sind suizidale Absichten erkennbar. Ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist nicht Weihnachten eine Zeit, in der die TS besonders stark in Anspruch genommen wird, sondern der Jahreswechsel. Gerade am Silvestertag empfinden Menschen Einsamkeit als besonders belastend, wenn sie vielleicht auf ein schlechtes Jahr zurückblicken.
Für den Vorstand des Kreiskomitees war das Gespräch ein guter Anlass, den vielen Ehrenamtlichen für ihre anspruchsvolle Arbeit und für die achtsame, nach Verstehen suchende und respektvolle Haltung zu danken. „Sie sind stark gefragte Helfer, das Telefon des Vertrauens und das Nachtgesicht der Kirche“, bewertete Petra Sträter, die Vorsitzende des Kreiskomitees, die Telefonseelsorge als wertvollen Ausdruck christlicher Nächstenliebe.
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15.04.2012
